ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007Parallelnarkosen: Ärztekammer warnte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Mit Interesse habe ich den Beitrag zum Problem des Einsatzes von Anästhesieassistenten gelesen, in dem über die Reaktion des Helios-Konzerns auf die Kritik der Fach- und Berufsgesellschaften berichtet wurde. Dass sich Helios letztlich zur Korrektur seines schon lange umstrittenen Konzepts entschlossen hat, dürfte wohl nicht allein an der Klausursitzung der DGAI und des BDA gelegen haben, denn beide machen schon lange Front dagegen, ohne dass sich Helios hat beeindrucken lassen. Vielmehr hat die Landesärztekammer Thüringen in ihrer Kammerversammlung nach langen und intensiven Diskussionen auch im Vorstand am 3. März eine Entschließung zum Problem gefasst, die am Montag, dem 5. März 2007, unter dem Titel „Landesärztekammer sieht Einsatz von Anästhesieassistenten kritisch – Delegation originär ärztlicher Leistungen an nichtärztliches Personal Sicherheitsrisiko für Patienten“ an die Presse ging. Die Warnung der Ärztekammer lief mehrfach im Radio, der MDR brachte am 6. März in einer Sendung mit hohen Einschaltquoten ein Interview zum Problem, sodass in relativ kurzer Zeit die Bevölkerung in Thüringen massiv sensibilisiert war, sodass sich etliche Patienten fragten, ob sie sich im Erfurter Helios-Klinikum überhaupt operieren lassen sollten. Ich denke, dies hat wohl vor allem zur Entscheidung des Konzerns beigetragen, die ja sehr zeitnah dann am 7. März erfolgt ist.
Dr. med. Mathias Wesser,
Vizepräsident der Landesärztekammer Thüringen,
Im Semmicht 33, 07751 Jena

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote