ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007DVD „Parallelwelt: Film“: Einblicke in das Filmschaffen der DDR

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DVD „Parallelwelt: Film“: Einblicke in das Filmschaffen der DDR

Dtsch Arztebl 2007; 104(20): A-1392 / B-1241 / C-1182

Weiss, Rolf Michael

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Bis zu ihrer Abwicklung im Jahr 1992 entstanden unter der Regie der im Jahr 1946 gegründeten DEFA, der Filmproduktionsgesellschaft der DDR, unter anderem circa 950 Spiel- und Kurzfilme. Eine durchaus instruktive Auswahl zwölf höchst unterschiedlicher Arbeiten hat die Bonner Bundeszentrale für politische Bildung vorgelegt. Da die Filmproduktion der DDR stets politischen Vorgaben unterlag, spiegelt sich in ihr das Auf und Ab der Entwicklung des ostdeutschen Staats bis hin zur Wahl der Stoffe und deren Inszenierung wider. Dennoch erweist sich das Filmschaffen der DDR nicht als einheitlicher Block. Im Zweifel „als verfehlte Darstellungen sozialistischer Errungenschaften“ geltende Arbeiten wurden kurzerhand verboten.
Die Auswahl umfasst ein breites Spektrum von Arbeiten weithin hoher handwerklicher Qualität. Vier dokumentarischen Arbeiten – darunter „Die Mauer“ (1990) von Jürgen Böttcher, ein beklemmend intensiver Abgesang auf die DDR – stehen insgesamt acht Spielfilme gegenüber. Wolfgang Staudtes „Die Mörder sind unter uns“ (1946) mit Hildegard Knef, „Ich war neunzehn“ (1968) von Konrad Wolf oder Frank Beyers lange Jahre verbotene Arbeit „Spur der Steine“ (1966) mit Manfred Krug sind auch hierzulande populär, während großartige Filme wie Lothar Warnekes „Die Beunruhigung“ (1981) oder „Der Dritte“ (1972) von Egon Günther einem größeren Publikum eher unbekannt sein dürften. Sämtliche zehn DVDs der Edition sind mit teils umfangreichen Bonusmaterialien versehen. Zwei Booklets ergänzen die über die Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) zum Preis von 25 Euro erhältliche Kassette. Rolf Michael Weiss
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