ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007Parvovirus-B19-Infektion in der Schwangerschaft: Systematische Untersuchung fehlt
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LNSLNS Die ausführliche aktuelle Übersicht über die objektiven Daten zum fetalen Risiko bei Parvovirus-B19-Infektion der seronegativen Schwangeren vor der 20. Schwangerschaftswoche ist im Hinblick auf das Beschäftigungsrisiko von Frauen im gebärfähigen Alter sehr zu begrüßen und unverändert aktuell.
Die Autorinnen zitieren neben den internationalen Daten zur Seroprävalenz bei jungen Erwachsenen auch eine neue Studie aus Deutschland mit 1 019 akut B19-Infizierten Schwangeren, von denen 40 Feten einen Hydrops entwickelten und 12 starben. Es wäre wichtig die Originalarbeit zu kennen und zu diskutieren. Nach wie vor fehlen überzeugende systematische prospektive Untersuchungen zur Quantifizierung des Berufsrisikos im Rahmen des Mutterschutzgesetzes. Wiederholt wurde zu dieser Frage Stellung genommen.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass beim Auftreten eines Parvovirus-verdächtigen Exanthems in einer Familie oder Einrichtung, in der Kinder betreut werden, die Infektiosität durch Tröpfcheninfektion abgeklungen oder im Abklingen begriffen ist. Dies kommt in der vorliegenden Übersicht nicht eindeutig zum Ausdruck.

Prof. Dr. med. Helmut Helwig
Alemannenstraße 20, 79117 Freiburg
E-Mail: hehelwig@web.de

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