ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007Horst Joachim Rheindorf: Der Vollblut-Berufspolitiker

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Horst Joachim Rheindorf: Der Vollblut-Berufspolitiker

Dtsch Arztebl 2007; 104(20): A-1412 / B-1261 / C-1202

Hibbeler, Birgit

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Horst Joachim Rheindorf. Foto: Michael Popovic/ LAEKH
Horst Joachim Rheindorf. Foto: Michael Popovic/ LAEKH
Für Prof. Dr. med. Horst Joachim Rheindorf hat das Wort Ruhestand nur wenig mit Ruhe und überhaupt nichts mit Langeweile zu tun. Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen ist nach wie vor mit vollem Einsatz als Präsident des Bundesverbandes deutscher Schriftsteller-Ärzte aktiv. Erst im vergangenen Jahr gab er seinen Roman „Karen“ heraus. Am 6. Mai ist Rheindorf nun 85 Jahre alt geworden.
Rheindorf wurde 1922 in Kassel geboren und studierte in Marburg Medizin. Dort wurde er 1950 zum Dr. med. promoviert und absolvierte die klinische Weiterbildung in den Fächern Frauenheilkunde und Innere Medizin an der Marburger Universitätsklinik. Bereits nach dem Studium engagierte sich Rheindorf in der Berufspolitik und in der ärztlichen Selbstverwaltung. 1953 trat er hauptamtlich in die Dienste der Kassenärztlichen Vereinigung und der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. 1956 wurde er zum Geschäftsführenden Arzt der Lan­des­ärz­te­kam­mer, später zum Hauptgeschäftsführer ernannt. 1987 trat Rheindorf in den Ruhestand.
Der Vollblut-Berufspolitiker engagierte sich in zahlreichen Gremien der Bundes­ärzte­kammer. Auf seine Initiative geht die Gründung der Carl-Oelemann-Schule in Bad Nauheim zurück. Wiederholt wurde er zum Vorsitzenden der Deutschen Akademie für ärztliche Fortbildung gewählt. Als Lehrbeauftragter für ärztliche Rechts- und Berufskunde wirkte Rheindorf an der Universität Gießen, wo er 1982 zum Honorarprofessor ernannt wurde.
Für seine Verdienste wurde Rheindorf unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Bundes­ärzte­kammer verlieh ihm die Paracelsus-Medaille und die Ernst-von-Bergmann-Plakette. Birgit Hibbeler
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