ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2007RANDNOTIZ: Glückliches Münster

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RANDNOTIZ: Glückliches Münster

Dtsch Arztebl 2007; 104(21): A-1425 / B-1273 / C-1213

Rieser, Sabine

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LNSLNS Ganz Deutschland kämpft um die richtige Auslegung des Tarifvertrags zwischen Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber. Überall sind Oberärztinnen und Oberärzte verärgert, weil man ihnen Geld, mancherorts sogar ihren Titel vorenthalten will. Ganz Deutschland kämpft? Nein. Ein Häuflein von 170 Oberärzten am Universitätsklinikum Münster (UKM) geht friedlich zur Arbeit. Denn dort sind alle in die richtige Gehaltsstufe Ä3 und in die jeweils korrekte Altersstufe eingruppiert worden. „Wir wollten unsere Mitarbeiter nicht durch langwierige Einzelfallprüfungen demotivieren“, erklärte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UMK, Prof. Dr. Norbert Roeder. „Das UKM kann mit unzufriedenen Oberärzten keine Leistungen steigern.“
Dass der Tarifvertrag korrekt umgesetzt wird, bestätigt Prof. Dr. Gisbert Knichwitz. Er ist am UKM in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin als Oberarzt tätig und Delegierter des Deutschen Ärztetages. Der Vorstand wisse, dass Oberärzte neben den Chefärzten wichtige Leistungsträger sind, sagt Knichwitz. Das UKM steht zudem, gemessen an der Komplexität und Schwere der bei den Patienten zu behandelnden Krankheiten, bundesweit an dritter Stelle. Sich hier weiter zu profilieren, „setzt voraus, dass man kompetente, leistungsbereite Ärzte beschäftigt“, betont Knichwitz. Die muss man motivieren, sprich: auch angemessen bezahlen.
Auch am UKM muss noch verhandelt werden. Denn von der unkomplizierten Einstufung konnten gemäß dem Tarifvertrag bislang nur die Ärzte profitieren, die schwerpunktmäßig Patienten versorgen. Wer vor allem forscht oder lehrt, für den gelten andere Regeln.
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