ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2007HandyStrahlung: Kanzerogenität denkbar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Kein Beweis für gesundheitliche Unbedenklichkeit müsste es treffender heißen. Wie zuvor auch bei Asbest, Röntgenstrahlung oder atomarer Strahlung wird hier in Deutschland einfach davon ausgegangen, dass gepulste Hochfrequenzstrahlung so lange unschädlich ist, bis etliche Krebs- oder Todesfälle aufgetreten sind. Das International Journal of Cancer bescheinigt in einem Artikel von Anna Lahkola regelmäßigen Handytelefonierern ein 39-fach höheres Risiko, an einem Gliom zu erkranken. Schwedische Wissenschaftler um Lennart Hardell von der Uni Örebrö bescheinigen den Menschen, die mehr als 200 Stunden im Jahr mit dem Handy telefonieren, ein 3,7-fach erhöhtes Risiko, an einem bösartigen Hirntumor zu erkranken. (Süddeutsche Zeitung). Die flächendeckende Bestrahlung einer Bevölkerung, wie sie bei uns in Deutschland momentan der Fall ist, birgt nach meinen Erfahrungen aus der Arbeit mit etlichen E-smog sensiblen Patienten noch wesentlich mehr Risiken, als das simple Telefonieren mit dem Handy. Eine langfristige Kanzerogenität ist durchaus wahrscheinlich, auch wenn sie (noch) nicht sicher nachgewiesen werden kann. Als Ärzteschaft sollten wir uns gegen ein unreflektiertes Bestrahlen eines ganzen Volkes aus pekuniären Gründen aussprechen . . .
Dr. med. Stanley Frank, Messerschmittring 18, 86343 Königsbrunn
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema