ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2007Gesundheitsreform: Falscher Begriff
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Das Wort Reform (lat. reformare = umgestalten, umbilden, neu gestalten) bedeutet laut dem Deutschen Universalwörterbuch Ausgabe 1989 planmäßige Neuordnung, Umgestaltung, Verbesserung des Bestehenden . . . Als eine Grundkategorie der Medizin ist Gesundheit Grundlage, Ziel und Maßstab ärztlichen Tuns und Unterlassens. Als weder bloße Lebenseigenschaft noch als Besitzgut repräsentiert Gesundheit ein eigenständiges individuelles prozesshaftes Lebensgeschehen einer bestimmten Qualität . . . Die Gesundheit gibt es nicht, vielmehr stellt sie ein Optimum des prozesshaften individuellen Lebensgeschehens dar. Als solches entzieht sie sich und bedarf keinerlei Reform. Anders ausgedrückt ist die Begriffsbildung Gesundheitsreform in sich widersprüchlich und widersinnig. Lassen wir die Bibel sprechen: „Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören“; Eph. 4,29.
Dr. med. Paul Kokott, Stormstraße 21,
38226 Salzgitter
Protest: Ärztinnen und Ärzte am 2. Februar 2007 vor dem Reichstag. Foto: Georg J. Lopata
Protest: Ärztinnen und Ärzte am 2. Februar 2007 vor dem Reichstag. Foto: Georg J. Lopata
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