ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2007Datenbank: Aktive Implantate in der Kardiologie

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Datenbank: Aktive Implantate in der Kardiologie

Dtsch Arztebl 2007; 104(21): A-1482 / B-1313

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Implantierbarer Defibrillator – inzwischen häufig anzutreffen in der Kardiologie. Foto: BVMed-Bilderportal
Implantierbarer Defibrillator – inzwischen häufig anzutreffen in der Kardiologie. Foto: BVMed-Bilderportal
Die Hersteller von kardialen Schrittmachersystemen und Elektroden haben gemeinsam mit dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), Berlin, eine Onlinedatenbank für aktive Implantate in der Behandlung von Herzkrankheiten eingerichtet. Die „Online-Datenbank für die rhythmologische Therapie“ ist abrufbar unter www.herzstimulation.de. Zweck der Datenbank ist es, die für die Nachsorge der Herzpatienten wichtigsten Parameter der immer größer werdenden Anzahl verschiedener Implantate transparent, übersichtlich und aktuell darzustellen. Die Datenbankeinträge mit detaillierten technischen Informationen umfassen implantierbare Herzschrittmacher, Defibrillatoren und Aggregate zur biventrikulären Stimulation (CRT) sowie die zugehörigen Elektroden.
Zielgruppe der Datenbank sind Ärzte und das medizinische Personal. Da die Informationen somit für fach- und sachkundige Anwender vorgesehen sind, sollten sich Patienten bei Fragen zu und Problemen mit medizinischen Implantaten an den behandelnden Arzt wenden. Medizinischer Hintergrund des Projekts ist, dass in den Schrittmachertherapien die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Aggregate und Elektroden ständig zunimmt. Vor allem in der Nachsorge, aber auch bei Aggregatwechseln oder Funktionsstörungen müssen sich die behandelnden Ärzte daher immer wieder mit Aggregaten und Elektroden befassen, die sie bisher nicht kannten. Neben der Erkennung von Implantaten anhand der Röntgen-Identifikation stellen sich Fragen nach Austauschkriterien, Stimulationseigenschaften und Beschaffenheit der Konnektoren. Bei unbekannten Elektroden geht es insbesondere um die Fixationsmechanismen und die Steckereigenschaften.
Zusätzlich zu den Austauschkriterien enthält die Datenbank in einer Kurzübersicht den Stimulationscode, die Röntgen-Identifikation, die Konnektordaten und die Art der Elektrodenfixation beziehungsweise die Größenbezeichnung des Schraubendrehers. Die Datenbank enthält nicht nur Daten zu neueren Systemen, sondern auch Angaben zu älteren (bis zu 15 Jahre alten) implantierten Geräten, die zum Teil immer noch aktiv sein können. Die Daten aller gängigen aktuellen Systeme sind zusätzlich durch herstellerseitige Datenblätter hinterlegt.
Die Produkt-Datenbanken stehen als Onlinedatenbank, als MS-Access-Datenbank (Onlinedatenbank und Download) und als Lotus-Approach-Datenbank (Download) zur Verfügung. EB
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