ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2007Ana Martin-Villalba: Kampf gegen den Zelltod

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Ana Martin-Villalba: Kampf gegen den Zelltod

Dtsch Arztebl 2007; 104(21): A-1500 / B-1330 / C-1270

Hibbeler, Birgit

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Ana Martin-Villalba. Foto: privat
Ana Martin-Villalba.
Foto: privat
Dr. med. Ana Martin-Villalba (35) ist der Beweis: Die deutsche Forschung hat zwar mit dem Problem des „brain drain“, also der Abwanderung von Wissenschaftlern ins Ausland, zu kämpfen – aber es gibt auch den umgekehrten Weg. Die Spanierin kam 1995 nach Deutschland und blieb. Zunächst promovierte Martin-Villalba am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Heidelberg, mittlerweile ist sie Gruppenleiterin in der Abteilung für Immungenetik im Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg.
Für die deutsche Forschungslandschaft ist die Spezialistin für den programmierten Zelltod ein Glücksfall. Sie entdeckte, dass eine Blockade der CD95-vermittelten Apoptose die Regeneration von Zellen des zentralen Nervensystems bei Querschnittslähmungen und nach Schlaganfall verbessert. Nachdem sie im vergangenen Jahr mit dem Leibnitz-Preis und dem Nachwuchspreis der Paul-Ehrlich-Stiftung ausgezeichnet wurde, erhielt sie nun mit zwei weiteren Forschern den mit 10 000 Euro dotierten Richtzenhain-Preis.
Geboren 1971 in Madrid studierte Martin-Villalba Medizin in Murcia, Spanien, und an der Universität Leeds, Großbritannien. Nach klinischer Tätigkeit am Universitätskrankenhaus für Innere Medizin in Wien, kam sie nach Heidelberg. „Deutschland hat eine gute Infrastruktur in der Forschung“, sagt sie. Allerdings müsse die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden, so die dreifache Mutter. Für Martin-Villalba ist es ganz normal, beides zu verbinden. Ihre Eltern, beide Physikprofessoren, haben es ihr und ihren vier Geschwistern so vorgelebt. Birgit Hibbeler
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