ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2007GEWEBEGESETZ VERABSCHIEDET: Nachbesserungen – aber kein neuer Anlauf

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GEWEBEGESETZ VERABSCHIEDET: Nachbesserungen – aber kein neuer Anlauf

Dtsch Arztebl 2007; 104(22): A-1541 / B-1369 / C-1309

Rieser, Sabine

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Hornhauttransplantate fallen jetzt unter das Arzneimittelgesetz. Foto: ddp
Hornhauttransplantate fallen jetzt unter das Arzneimittelgesetz.
Foto: ddp
Der Bundestag hat am 24. Mai das Gewebegesetz verabschiedet, das den Umgang mit menschlichen Zellen und Geweben neu regeln soll. Die ursprüngliche Vorlage wurde in mehr als 50 Punkten geändert, nachdem Experten Einzelheiten in einer Anhörung kritisiert hatten.
„Wir begrüßen sehr, dass im Gesetz nun der Organspende Vorrang vor der Gewebespende eingeräumt wird“, sagte Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK). Außerdem sei die Gefahr einer Kommerzialisierung von Gewebespenden gemindert worden. Die BÄK hält es jedoch nach wie vor für falsch, menschliche Zellen und Gewebe generell dem Arzneimittelrecht zu unterstellen. Sie hatte ein eigenständiges Gewebegesetz vorgeschlagen und zudem angeregt, den Umgang mit Keimzellen in einem Fortpflanzungsgesetz zu regeln.
Das Gewebegesetz sieht weiterhin vereinfachte Vorschriften für die Entnahme von Geweben sowie für ihre Be- oder Verarbeitung vor.
Andere Passagen wurden verschärft. So wurde die Regelung gestrichen, wonach nicht einwilligungsfähige Menschen unter bestimmten Bedingungen als Knochenmarkspender herangezogen werden können. Rie
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