ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2007Minilaparoskopie besser als Leberbiopsie

MEDIZIN: Referiert

Minilaparoskopie besser als Leberbiopsie

Dtsch Arztebl 2007; 104(23): A-1672 / B-1477 / C-1417

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LNSLNS Die diagnostische Laparoskopie wurde wegen des damit verbundenen Zeitaufwands von Gastroenterologen immer seltener praktiziert und zugunsten anderer bildgebender Verfahren wie Sonografie, CT oder MRT aufgegeben. Zu Unrecht, wie eine Studie aus Hamburg-Eppendorf zeigt, bei der man die Minilaparoskopie bei klinischem Verdacht auf Leberzirrhose mit dem Ergebnis der ultraschallgezielten perkutanen Leberbiopsie verglich.
In einer prospektiven randomisierten Studie untersuchten die Autoren 857 Patienten mit chronischer Lebererkrankung entweder mit der perkutanen Biopsie( n = 415) oder der minilaparoskopischen Biopsie unter Sicht (n = 442). Die Diagnose Leberzirrhose wurde in beiden Gruppen gleichhäufig feingeweblich gestellt (22,3 versus 26,0 %). Berücksichtigte man das makroskopische Erscheinungsbild während der Minilaparoskopie mit, erhöhte sich die Rate an Leberzirrhosen auf 33,8 %. Von den 128 Zirrhosen wurden 33 ausschließlich durch die Inspektion verifiziert, das heißt, bei alleiniger histologischer Beurteilung konnte die Zirrhose in rund 26 % der Fälle nicht erkannt werden, weil offensichtlich ein Regeneratknoten anpunktiert wurde. Schwere Komplikationen waren im Übrigen mit 0,2 % signifikant seltener als bei der perkutanen „Blindbiopsie" mit 1,0 %. w

Denzer U et al.: Prospective randomized comparison of minilaparoscopy and percutaneous liver biopsy: diagnosis of cirrhosis and complications. J Clin Gastroenterol 2007; 41: 103–10. E-Mail: u.denzer@uke.uni-hamburg.de

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