ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2007IQWig-Abschlussberichte: Zusatznutzen neuer Therapien nicht belegt

AKTUELL

IQWig-Abschlussberichte: Zusatznutzen neuer Therapien nicht belegt

Dtsch Arztebl 2007; 104(24): A-1704 / B-1508 / C-1448

Gerst, Thomas

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Photothek.net
Foto: Photothek.net
Die neueren Fixkombinationen in der Asthmatherapie sind der Gabe von Einzelkomponenten nicht überlegen, und es gibt keine Belege für eine Überlegenheit der kurzwirksamen Insulinanaloga gegenüber Humaninsulin bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ I. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in zwei Abschlussberichten vom 1. Juni.
Bei der Bewertung der Asthma-therapie wurden Fixkombinationen aus Budesonid und Formoterol sowie aus Fluticason und Salmeterol mit der jeweils getrennten Inhalation der gleichen Wirkstoffe verglichen. Das IQWiG fand keine Hinweise auf eine Überlegenheit eines dieser Kombinationspräparate. Studien, die eine verbesserte Therapietreue und in der Folge auch bessere Ergebnisse belegen könnten, fehlten ganz, heißt es im Abschlussbericht. Auf der Grundlage eines Ergänzungsauftrags durch den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss befasst sich das IQWiG derzeit mit einer Bewertung von neu auf den Markt gekommenen Asthma-Fixkombinationen.
Auch für die kurzwirksamen Insulinanaloga sieht das IQWiG keine Überlegenheit gegenüber Humaninsulin bei Diabetes mellitus Typ I. Die Aussagekraft und das Design bisher verfügbarer Studien seien unzureichend und ließen keine Rückschlüsse auf die meisten patienterelevanten Therapieziele, wie die Verminderung von Folgekomplikationen oder die Gesamtsterblichkeit, zu. Geprüft hat das IQWiG alle drei in Deutschland zugelassenen Wirkstoffe: Insulin Aspart, Insulin Lispro und Insulin Glulisin. TG
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema