ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2007Medizinische Rehabilitation: Jeder fünfte Kassenarzt darf verordnen

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Medizinische Rehabilitation: Jeder fünfte Kassenarzt darf verordnen

Dtsch Arztebl 2007; 104(24): A-1708

Hibbeler, Birgit

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Rund ein Fünftel der Vertragsärzte ist dazu berechtigt, eine medizinische Rehabilitation zu verordnen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Demnach verfügen nur 19,5 Prozent der Kassenärzte über eine Qualifikation, die den Anforderungen der seit Anfang April gültigen Rehabilitations-Richtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) entspricht.
Die Verteilung qualifizierter Haus- und Fachärzte ist regional sehr unterschiedlich: Während die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg lediglich einen Anteil von 1,4 Prozent verzeichnet, sind bei der KV Bayerns 27,4 Prozent der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zur Verordnung berechtigt. Der zuständige G-BA-Unterausschuss soll nun auf seiner Sitzung Ende Juni klären, ob die Zahl der Ärzte ausreicht, um die Versorgung sicherzustellen. Die FDP hatte dies in der Anfrage bezweifelt. Fraglich sei deshalb, ob die Rehabilitation mit der Gesundheitsreform wirklich gestärkt worden sei. Die Liberalen befürchten, die Umwandlung der Reha von einer Ermessens- in eine Pflichtleistung der Krankenkassen könne unter den gegebenen Umständen gar nicht greifen.
Die umstrittene G-BA-Richtlinie gilt nur für Rehabilitation zulasten der Krankenkassen. Andere Kostenträger, wie etwa die Deutschen Rentenversicherung, sind nicht betroffen. Ebenfalls ausgenommen sind Anschlussheilbehandlungen. BH
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