ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2007Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz – Konsequenzen für die Praxis: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz – Konsequenzen für die Praxis: Schlusswort

Dtsch Arztebl 2007; 104(24): A-1758 / B-1553 / C-1492

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LNSLNS Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Artikel und Ihre konstruktive Kritik dazu.
- Durch die konsequente Einhaltung einer histaminarmen Diät konnte bei Patienten mit Migräne und Histaminintoleranz neben einer Reduktion der klinischen Symptome auch eine Regeneration und ein Wiederansteigen der Diaminooxidase beobachtet werden (1).
- Die passive Exposition gegenüber Tabakrauch als Risikofaktor für die Entstehung von atopischen Erkrankungen wie dem Asthma bronchiale wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Aktuelle Kopplungsanalysen, welche die Genotyp-Phänotyp-Interaktion inklusive dem Raucherstatus untersuchten, kamen jedoch zum Teil zu unterschiedlichen Ergebnissen als frühere nichtstratifizierte Studien (2). Es wird daher vermutet, dass Gen-Umwelt-Interaktionen eine entscheidende Rolle bei der phänotypischen Expression von asthmatischen Symptomen spielen. Für das atopische Ekzem sowie für das aktive Rauchen konnte diese Assoziation bisher noch nicht eindeutig geklärt werden (3). Eine Triggerung einer Histaminintoleranz durch aktive oder passive Exposition gegenüber Tabakrauch oder ein mangelnder Diäterfolg bei Rauchern mit Histaminintoleranz wurde bisher noch nicht ausreichend untersucht.
- Von Jarisch et al. wird eine niedrigere Ansprechrate der Histaminintoleranzpatienten auf eine spezifische Immuntherapie sowie eine Senkung der lokalen und systemischen Reaktionen durch eine histaminarme Diät beschrieben (1).


PD Dr. med. Natalija Novak
Dr. med. Laura Maintz
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Rheinische-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
Sigmund-Freud-Straße 25
53105 Bonn
E-Mail: Natalija.Novak@ukb.uni-bonn.de

Interessenkonflikt
Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt
im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal
Editors besteht.
1.
Jarisch R, Götz M, Missbichler A, Raithel M, Wantke F: Histamin-Intoleranz. Histamin und Seekrankheit. 2. Auflage Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2004.
2.
Oryszczyn MP, Bouzigon E, Maccario J et al.: Interrelationships of quantitative asthma-related phenotypes in the Epidemiological Study on the Genetics and Environment of Asthma, Bronchial Hyperresponsiveness, and Atopy. J Allergy Clin Immunol 2007; 119: 57–63. MEDLINE
3.
Akdis CA, Akdis M, Bieber T et al.: Diagnosis and treatment of atopic dermatitis in children and adults: European Academy of Allergology and Clinical Immunology/American Academy of Allergy, Asthma and Immunology/PRACTALL Consensus Report. Allergy 2006; 61: 969–87. MEDLINE
1. Jarisch R, Götz M, Missbichler A, Raithel M, Wantke F: Histamin-Intoleranz. Histamin und Seekrankheit. 2. Auflage Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2004.
2. Oryszczyn MP, Bouzigon E, Maccario J et al.: Interrelationships of quantitative asthma-related phenotypes in the Epidemiological Study on the Genetics and Environment of Asthma, Bronchial Hyperresponsiveness, and Atopy. J Allergy Clin Immunol 2007; 119: 57–63. MEDLINE
3. Akdis CA, Akdis M, Bieber T et al.: Diagnosis and treatment of atopic dermatitis in children and adults: European Academy of Allergology and Clinical Immunology/American Academy of Allergy, Asthma and Immunology/PRACTALL Consensus Report. Allergy 2006; 61: 969–87. MEDLINE

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