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Dtsch Arztebl 2007; 104(24): A-1766

EB

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LNSLNS Roche ruft Viracept® zurück – Die Firma Hoffmann-La Roche hat eine groß angelegte Rückrufaktion für ihren Proteaseinhibitor Nelfinavir (Viracept®) eingeleitet. Der Rückruf gilt sowohl für die 250-mg-Filmtabletten als auch für das ebenfalls erhältliche Pulver. Hintergrund der Aktion sind chemische Analysen, bei denen hohe Konzentrationen des Gefahrenstoffs Methansulfonsäureethylester nachgewiesen worden waren. Vermutete Ursache sind Verunreinigungen, die möglicherweise beim Herstellungsprozess entstanden sind. Methansulfonsäureethylester alkyliert wie andere Sulfonsäureester die DNA und ist damit potenziell mutagen bzw. krebserregend. Patienten, die Viracept® erhalten, sollen nun auf andere Wirkstoffe eingestellt werden. Wahrscheinlich sind nur einzelne Chargen betroffen, nach Aussage von Firmenmitarbeitern beziehe sich dies bislang nicht auf deutsche Chargen. Dennoch sollten alle Packungen, auch angebrochene, zurückgegeben werden.

Mit Prevenar vor Pneumonie schützen – Nachdem der sieben-valente Pneumokokkenkonjugat-Impfstoff Prevenar® (Wyeth Pharma) im März zur Prävention der akuten Otitis media zugelassen worden war, bekam er nun auch die Zulassungserweiterung zur Prävention der Pneumonie. Die Indikationserweiterung gilt für Kinder von zwei Monaten bis zum vollendeten fünften Lebensjahr.

Darmkrebsvorsorge mit neuem Stuhltest – Eine Alternative zum Blut-im-Stuhl-Test bietet der neue ScheBo®-Tumor-M2-PK-Test. M2-PK ist ein Protein, das vorwiegend aus Polypen und Darmkrebszellen freigesetzt wird. Es ist unabhängig von Blut und damit wesentlich empfindlicher als die bisherigen nicht invasiven Früherkennungsmethoden. Neben einer höheren Trefferquote gibt der Hersteller an, dass keine Empfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln besteht, noch eine spezielle Diät erforderlich ist. Auch gebe es keine falschpositiven Ergebnisse durch Hämorrhoiden oder andere Blutungen im Darm.

Nitrolingual-akut-Spray – Der Nitrolingual-akut®-Spray (Pohl-Boskamp) hat die bisherigen Nitroglyzerin-Sprays des Unternehmens (Nitrolingual®-N-Spray und Nitrolingual®-Pocket) abgelöst. Neu ist die an internationale Standards angepasste anwenderfreundliche Größe (12,9 ml Inhalt, 220 Hübe). Diese berücksichtigt die aktuelle Nutzungshäufigkeit von Akutnitraten. Gleich geblieben sind die schnelle und sichere Wirkung sowie die einfache Handhabung. EB
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