ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1997Omeprazol und Campylobacter-Gastroenteritis

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Omeprazol und Campylobacter-Gastroenteritis

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LNSLNS Infekten. Bei Patienten, bei denen eine Magen-Teilresektion vorgenommen wurde oder die unter einer H2-Blocker-Therapie stehen, finden sich gehäuft Salmonelleninfektionen. Auch eine antibiotische Therapie bedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Autoren führten eine Fall­kontroll­studie bei Patienten durch, die unter antisekretorischer Therapie standen, Antibiotika erhielten oder eine Bauchoperation hinter sich gebracht hatten, hinsichtlich des Risikos einer Campylobacter-Infektion. Zwischen Januar 1992 und August 1994 kamen 243 Campylobacter-Infektionen bei über 45jährigen Patienten zur Beobachtung. Hatten die Patienten im Monat vor der akuten Infektion Omeprazol eingenommen, war das Risiko um den Faktor 10 erhöht. Lag die Einnahme länger zurück, war ebenso wie bei Patienten, die H2Blocker oder Antibiotika einnahmen oder die am Magen operiert worden waren, das Risiko nicht erhöht. Interessanterweise fand sich bei Patienten, die unter einer Vitamin-B12-Dauertherapie standen und bei denen eine perniziöse Anämie vermutet werden konnte, kein erhöhtes Infektionsrisiko. w
Neal KR, Scott HM, Slack RCB, Logan RFA: Omeprazole as a risk factor for campylobacter gastroenteritis: case-control study Brit Med J 1996; 312: 414-415.
Department of Public Health Medicine, University of Nottingham, University Hospital, Queen’s Medical Centre, Nottingham NG7 2UH, Großbritannien.

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