ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2007Prävention: Mehr Anstrengungen erforderlich

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Prävention: Mehr Anstrengungen erforderlich

Dtsch Arztebl 2007; 104(25): A-1784 / B-1576 / C-1516

Blöß, Timo

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Betriebliche Gesundheitsförderung kann die Produktivität steigern und den Krankenstand senken. Foto: ddp
Betriebliche Gesund­heits­förder­ung kann die Produktivität steigern und den Krankenstand senken. Foto: ddp
Betriebliche Gesund­heits­förder­ung führe zu „betriebsspezifischen Erfolgen, beispielsweise durch eine Senkung des Krankenstands, durch eine Steigerung der Produktivität oder auch durch eine verbesserte Kundenzufriedenheit“. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, anlässlich der europäischen Konferenz „Gesundheit und soziale Sicherheit im Lebenszyklus“ Mitte Juni in Berlin vorstellte. Für die Studie wurden 200 Unternehmen befragt, in denen betriebliche Gesund­heits­förder­ung umgesetzt wird. Zugleich zeigte sich der AOK-Chef zufrieden mit dem finanziellen Engagement der gesetzlichen Krankenkassen. Dennoch müsse der Gesund­heits­förder­ung eine noch größere Rolle zukommen.
„Für eine gesamtgesellschaftliche Wirkung reichen die Mittel der Sozialversicherung nicht aus“, betonte K.-Dieter Voß vom Vorstand des BKK-Bundesverbandes. Die europäischen Gesundheitssysteme stünden vor großen Herausforderungen. Bluthochdruck, Tabak- und Alkoholkonsum, Fehlernährung und Übergewicht, hohe Cholesterinwerte sowie Bewegungsmangel und schädliche körperliche Belastungen seien für knapp 60 Prozent der Krankheitslasten verantwortlich. Dies könne das Gesundheitswesen allein nicht mehr auffangen. Der Prävention komme damit eine immer wichtigere Bedeutung zu. Gesund­heits­förder­ung müsse den gesamten Lebenszyklus erfassen, so Voß. Neben Bund, Ländern und Kommunen müssten auch die Unternehmen ihr Engagement in der Prävention verstärken. TB
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