ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2007Telematik: Vertragszahnärzte gegen Gesundheitskarte

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Telematik: Vertragszahnärzte gegen Gesundheitskarte

EB

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LNSLNS Nachdem sich zuvor bereits der Deutsche Ärztetag in Münster gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ausgesprochen hatte, hat jetzt auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) auf ihrer Vertreterversammlung in Köln beschlossen, die „Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in der bisher vorgestellten Form“ abzulehnen. Das Zahnärzteparlament, das die 56 000 Vertragszahnärzte in Deutschland vertritt, erklärte in einer Resolution, dass das Projekt das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Patienten gefährde, das Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt belaste und für die Praxen keinen erkennbaren Nutzen bringe. Entsprechend solle auch keine Teilnahme von Zahnärzten an den geplanten Testmaßnahmen erfolgen.
Der Gesetzgeber wird aufgefordert, realistische Zeitpläne für die Schaffung einer sicheren und anwenderfreundlichen Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen festzulegen. Die Vertraulichkeit medizinischer Daten müsse auch künftig gewährleistet werden, missbrauchsanfällige zentrale Datensammlungen seien abzulehnen. Darüber hinaus seien die Telematikanwendungen benutzerfreundlicher zu gestalten, damit sie die Betriebs- und Behandlungsabläufe in der Zahnarztpraxis nicht behinderten. EB

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