ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2007Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2007; 104(25): A-1847 / B-1629 / C-1569

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LNSLNS Europäisches Kino voller Gefühle und das Porträt eines Visionärs – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.


Drama
Ab 21. Juni:
Foto: Arsenal Filmverleih
Foto: Arsenal Filmverleih
Dunkelblau Fastschwarz
„Dunkelblau Fastschwarz“ soll einen schwebenden Seelenzustand ausdrücken, eine ungewisse Zukunft: Jorge hat die letzten Jahre damit verbracht, seinen Vater zu pflegen und sein Studium zu beenden. Nun träumt er von einem selbstbestimmten Leben, vom Eintritt in eine Welt, zu der er noch nicht gehört. Durch seinen Bruder Antonio, der im Gefängnis sitzt, lernt er Paula kennen. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Beziehung, denn eigentlich sind Antonio und Paula ein Paar. Unter Paulas Einfluss beginnt Jorge, sich nicht länger für alles verantwortlich zu fühlen. Er erkennt, dass das Leben nicht darin besteht, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Der gelungene Debütfilm wurde in seiner Heimat Spanien gleich mit drei „Goyas“ ausgezeichnet.
Spanien 2006, 105 Minuten

Ab 28. Juni:
Die Töchter des chinesischen
Gärtners
Atemberaubende chinesische Landschaften und große Gefühle: Autor und Regisseur Dai Sijie („Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“), erzählt das dramatische Schicksal eines weiblichen Liebespaars im China der 1980er-Jahre. Die junge Li trifft auf der Insel des berühmten Botanikers Chen ein, der dort inmitten einer prachtvollen exotischen Pflanzenwelt lebt. Sie möchte bei dem Professor ein Praktikum absolvieren, wird allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Unter seiner Autorität und der Isolation auf der Insel leidet auch seine Tochter An, die sich über die Studentin freut. Es kommt zu einer Begegnung, die beider Leben und das ihrer Familien verändert.
Frankreich/Kanada 2006, 98 Minuten

Komödie
Ab 5. Juli:
Schwedisch für Fortgeschrittene
Auch wenn der Titel ziemlich abgenutzt klingt – Colin Nutley, Komödienexperte und einer der erfolgreichsten schwedischen Regisseure, gelang mit „Schwedisch für . . .“ eine turbulente, freche Unterhaltung. Die beiden Protagonistinnen könnten unterschiedlicher nicht sein: die temperamentvolle Gynäkologin Elisabeth (Helena Bergström) und die spröde Politesse Gudrun (Maria Lundqvist). Gemeinsam treten die Freundinnen mit Komik und Selbstironie den Beweis an, dass das Leben nach Ehefrust und Männerverdruss nicht aufhört.
Schweden 2006, 102 Minuten

Ab 12. Juli:
Der Italiener
In Italien avancierte Nanni Morettis Satire über Silvio Berlusconi zum Hit, noch bevor der Film in Cannes gezeigt wurde. Bruno Bonomo ist ein Filmproduzent – und leider kein sehr guter. Aber nicht nur beruflich geht es steil bergab, sondern auch seine Ehe steht vor dem Aus. Da spielt ihm das Schicksal das Drehbuch einer jungen Regisseurin in die Hände, das sich bei genauerem Hinsehen als Abrechnung mit den politischen Machenschaften Berlusconis entpuppt. Wild entschlossen macht Bonomo das riskante Projekt zu seiner neuen Lebensaufgabe. Moretti, Italiens wohl egozentrischster Regisseur, wollte ursprünglich eine Dokumentation über Berlusconi drehen, entschied sich dann aber doch für die Form der Satire mit mehreren Handlungssträngen, die leider erst am Ende zur großen Form zusammenlaufen.

Italien/Frankreich 2006, 112 Minuten
Dokumentation
Ab 5. Juli:
Sketches of Frank Gehry
Der 1929 in Toronto geborene Frank O. Gehry gilt als einer der innovativsten Architekten der Gegenwart. Doch Oscar-Preisträger Sydney Pollack will vor allem dem Menschen hinter den Meisterwerken (Guggenheim-Museum in Bilbao; Neuer Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen) auf die Spur kommen: Über fünf Jahre folgte er, bewaffnet mit einer handlichen DV-Kamera, Gehry in seinem Privat- und Arbeitsalltag und zeigt zum Beispiel den kreativen Prozess bei der Entwicklung von neuen Entwürfen. Damit gelang ihm ein scharfsinniges, humorvolles Porträt.
USA/Deutschland 2005, 83 Minuten


DVD-Tipp

Foto: Komplett-Media GmbH
Foto: Komplett-Media GmbH
Die Revolution in der Physik
„Wenn man zwei Stunden mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“ So kurz und prägnant konnte nur der Meister selbst das Phänomen erklären: Albert Einstein – Begründer eines neuen physikalischen Weltbilds. Doch auch Prof. Dr. Harald Lesch, Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie der Ludwig-Maximilians-Universität München, versteht es, schwierige physikalische Zusammenhänge fundiert und unterhaltend nahezubringen. In acht Sequenzen erläutert er die Physik Einsteins – vom Photoeffekt über Schwarze Löcher und Gravitationslinien bis hin zur Bedeutung, die Einsteins Erkenntnisse heute für uns haben.

„Die Physik Albert Einsteins“, Teil 1 und 2, jeweils 60 Minuten, jeweils 19,95 Euro oder beide DVDs im Paket für 34,95 Euro, Komplett-Media 2007, Bestell-Nr.: 19472 (Teil 1), 19473 (Teil 2), 19474 (Paket ), Telefon: 0 89/6 49 22 77.
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