ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2007Acomplia: Gericht bestätigt Verordnungsausschluss

AKTUELL

Acomplia: Gericht bestätigt Verordnungsausschluss

Dtsch Arztebl 2007; 104(26): A-1876 / B-1656 / C-1592

Korzilius, Heike

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: vario images
Foto: vario images
Das Sozialgericht Berlin hat den Verordnungsausschluss des Arzneimittels Acomplia (Wirkstoff Rimonabant) durch den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) bestätigt, wie dieser am 20. Juni mitteilte. Das Gericht teilte damit die Rechtsauffassung des G-BA, der das Präparat zur Behandlung Übergewichtiger den Lifestyle-Arzneimitteln zugeordnet hatte. In einem Eilverfahren hatte der Hersteller Sanofi-Aventis die Aufhebung dieses Beschlusses beantragt.
„Da Acomplia nur eine Zulassung für die Indikation Gewichtsabnahme hat, ist die Zuordnung als Lifestyle-Präparat unausweichlich“, sagte der G-BA Vorsitzende, Dr. iur. Rainer Hess. Nach dem Gesetz dürfen Arzneimittel, bei deren Anwendung eine Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht, nicht zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung erstattet werden. Ausgeschlossen sind insbesondere Medikamente, die der Gewichtsreduktion, der Raucherentwöhnung, der Verbesserung des Haarwuchses, der Behandlung der erektilen Dysfunktion oder der Steigerung der sexuellen Potenz dienen.
Sanofi-Aventis will sich mit der Entscheidung des Berliner Sozialgerichts nicht zufriedengeben. Man werde im Eilverfahren in die zweite Instanz gehen, erklärte eine Sprecherin der Firma. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht ohnehin noch aus. Die Firma wehrt sich gegen die Einordnung von Acomplia als Lifestyle-Präparat. „Acomplia senkt nicht nur das Übergewicht, sondern auch die Risikofaktoren bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder Diabetes“, betonte die Sprecherin. HK
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema