ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2007Demografie in der EU: Strategische Wende erforderlich

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Demografie in der EU: Strategische Wende erforderlich

Dtsch Arztebl 2007; 104(26): A-1878 / B-1658 / C-1594

Merten, Martina

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Vladimir Spidla fordert bessere Bedingungen für Familien. Foto: European Commission
Vladimir Spidla fordert bessere Bedingungen für Familien.
Foto: European Commission
Um dem demografischen Wandel gewachsen zu sein, müssten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ihre Sozialpolitik neu ausrichten. Darauf hat Dr. Vladimir Spidla, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit, am Rande der Veranstaltung „Demografische Entwicklungen in der Europäischen Union – Auswirkungen auf das deutsche Sozialversicherungssystem“ hingewiesen. Mitveranstalter war Mitte Juni die Kassenärztliche Bundesvereinigung.
Spidla zufolge ist es notwendig, die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen für Familien und Kinder zu verbessern. Ohne Anstrengungen der Mitgliedsländer, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen, würden die Geburtenraten niedrig bleiben, betonte der EU-Kommissar. Er hatte direkt nach seinem Amtsantritt 2005 das Grünbuch der Kommission zum demografischen Wandel veröffentlicht. Darüber hinaus müssten die Mitgliedstaaten die Beschäftigungsquote für ältere Arbeitnehmer erhöhen. Betriebe müssten organisierte Systeme des lebenslangen Lernens, eine flexible Arbeitsorganisation und gesundheitsschonende Arbeitsbedingungen weiter integrieren. Ein weiteres Kernziel: die Aufnahme und Integration von Migranten. Schließlich, unterstrich Spidla, „hilft Einwanderung schon heute, Engpässe auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu überbrücken“. Allerdings gehe es um legale und geregelte Einwanderung, die von einem effizienten Integrationsprozess begleitet werde. MM
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