Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Die Würde des Menschen ist nicht priorisierbar. Dennoch müssen skandinavische Ärzte Patienten einteilen in sofort, bald, später, gar nicht oder nicht mehr Therapierbare, obschon Leid und Schmerz je nach physischer oder psychischer Konstitution absolut subjektiv empfunden werden. Auch Röntgen- oder Laborbefunde machen keinesfalls Schmerz und Leidensdruck objektivierbar. Die reziproke Proportion zwischen Lebenserwartung und Multimorbidität sowie sozialpolitisch tragbaren Ressourcen zwingt aber zur Lösung der ausufernden Problematik. Kurz gesagt: Wir werden immer älter und teurer. Ist eine Priorisierung auch bei uns durchführbar? Bisherige gesundheitspolitische Lösungsversuche fanden kaum eine Akzeptanz. Der Grund: Der Versichertengemeinschaft wurde in den vergangenen Jahrzehnten ein Gesundheitskonsum von den Politikern förmlich aufgedrängt. Geworben wurde von Kurlaub bis Bauchtanz, und Gesundheitsfanatiker absolvierten zweijährig, bis zum Dutzend, Heilverfahren und im Zwischenjahr jeweils die Kassenkur. Krankfeiern diente u. a. auch der Überbrückung von Feier- und Urlaubstagen. Als ich eine Wunschkrankschreibung verweigerte, drohte die Gewerkschaft mit einer Klage (verweigerte Hilfe, Gesundheitsgefährdung). Weichspülerjuristen der Sozialgerichte fanden immer einen Grund. Die Konsumtendenz der zum Sozialmissbrauch umerzogenen Bevölkerung ist ungebrochen . . . Unfähigkeit der Politiker macht hier Ärzte zu Sündenböcken . . .
Dr. med. Ewald Behne, Mittlere Trift 8, 33175 Bad Lippspringe
Anzeige

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige