ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1997Blickkontakt am PC: Großes Angebot an Videokonferenz- Systemen

VARIA: Technik für den Arzt

Blickkontakt am PC: Großes Angebot an Videokonferenz- Systemen

Bantle, Frank

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LNSLNS Nach Beginn des ISDN-Zeitalters erobert nun auch die Bildtelefonie den deutschen Markt. Videokonferenz-Systeme, die sich am eigenen PC installieren lassen, sind derzeit schon für unter 2 000 DM zu haben, eine Handelskette bietet die Erweiterungskarte für Pentium-PC schon für 1 499 DM an. Zum Vergleich: Vor drei Jahren noch kostete die nötige Ausrüstung 20 000 DM. So versteht es sich von selbst, daß die Videokonferenztechnik nun auch für Privatpersonen, Selbständige, Kleinunternehmer und Telearbeiter interessant wird. Eine Studie von Wilhelm Glaser, Professor an der Universität Tübingen, belegt diesen Trend. Für einen Hersteller hat er die Akzeptanz von Bildtelefonen bei Führungskräften untersucht. Ergebnis: Über 50 Prozent äußerten eine positive Grundeinstellung zu den Geräten. Der inzwischen genormte Standard H.320 ermöglicht es allen Videokonferenz- und Bildtelefonsystemen, international miteinander zu kommunizieren. So spielt es keine Rolle, ob der Teilnehmer in einem Videokonferenzraum sitzt, am Bildtelefon oder vor dem eigenen PC, der mit einer Videokonferenzkarte ausgestattet ist. Alle Systeme zeigen den Gesprächspartner in einem großen Fenster auf dem Monitor und das eigene Kamerabild verkleinert daneben. Während Profilösungen große Konferenzrunden ermöglichen, sind PC-Bildtelefone lediglich für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung (zwei Gegenstellen) zu gebrauchen.
Anwender benötigen dafür eine PC-Erweiterungskarte und eine Konferenzkamera für die Aufzeichnung. Während die Kamera für die Bildübertragung zuständig ist, gelangt der Ton über ein Freisprechmikrofon in das System. Er wird über den PC-Lautsprecher des Gegenübers verbreitet. Alternativ oder zusätzlich bieten einige Hersteller einen Kopfhörer mit integriertem Mikro (Headset) an.
Ein praktischer Aspekt der Bildtelefonie ist das sogenannte "Document Sharing". Damit können beispielsweise zwei Wissenschaftler mit denselben PC-Programmen gemeinsam an einem Dokument arbeiten. So lassen sich Projekte oder eilige Aufträge im Teamwork lösen - egal, auf welchem Kontinent der Zuarbeiter sitzt. Die Übertragung der relevanten Daten, Bilder und Töne erfolgt via ISDN (eine ISDN-Karte ist in den Videokonferenzerweiterungen enthalten). Was nur wenige Anwender wissen: Für die Aufnahmen kann auch die private Videoausrüstung benutzt werden. Ein normaler Camcorder auf einem Stativ eignet sich hervorragend dafür. Wichtig ist natürlich die Ausleuchtung. Sowohl die Gesichter als auch die Vorlagen unter der Kamera sollten hell angestrahlt sein. Wer nur gelegentlich auf Videokonferenzsysteme zu-rückgreifen muß, kann unter der Service-Rufnummer 01 30/82 86 82 bundesweit Zwei- oder Mehrpunkt-Konferenzen mieten, für das eigene Büro oder für beliebige andere Standorte. Call-a-Videomeeting ist nicht nur eine preiswerte Alternative zum Kauf, sondern erfüllt nebenbei noch einen anderen Zweck: Die Kunden können so die Akzeptanz des neuen Kommunikationsmediums in der Praxis testen. Frank Bantle
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