ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2007Sven Lahme: Arzt und Erfinder
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Sven Lahme. Foto: Chris Heinemann
Sven Lahme. Foto: Chris Heinemann
Mit der Entwicklung eines neuen Operationsinstruments hat sich Priv.-Doz. Dr. med. Sven Lahme (42), Chefarzt der Urologischen Klinik am Pforzheimer St.-Trudpert-Krankenhaus, einen Namen gemacht. Lahme ist Spezialist für minimalinvasive Operationen bei Harnsteinpatienten. Während seiner langjährigen Tätigkeit stellte er fest: Bei der Entfernung größerer Nierensteine wiesen Patienten nach der herkömmlichen Stoßwellenzertrümmerung immer wieder ungünstige Behandlungsergebnisse auf. Ein Eingriff durch die Bauchdecke hatte wegen der daumendicken Instrumente oft erhebliche Blutungen zur Folge.
Dieser Zustand ließ Lahme nicht ruhen. Auf dem amerikanischen Urologenkongress 1999 in Dallas fertigte der handwerklich begabte Mediziner erste Zeichnungen für ein neues Miniaturinstrument. Bei der technischen Umsetzung half ihm das Unternehmen Richard Wolf in Knittlingen.
Im Dezember 2001 konnte Lahme seine ersten Erfahrungen mit der neuen Operationstechnik veröffentlichen. Das von ihm entwickelte „Miniatur-Nephroskop“ hat einen auf vier Millimeter, sprich ein Fünftel der früheren Größe, verkleinerten Schaftquerschnitt. Ein erfahrener Urologe kann damit auch Kinder erfolgreich operieren. Aus dem In- und Ausland kommen mittlerweile Studierende und Fachkollegen nach Pforzheim, um die Operationstechnik mit dem „Miniatur-Nephroskop nach Lahme“ zu erlernen. Chris Heinemann

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