ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2007Qualitätsberichte: „Bahnbrechender Fortschritt“

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Qualitätsberichte: „Bahnbrechender Fortschritt“

Dtsch Arztebl 2007; 104(27): A-1946 / B-1722 / C-1658

Merten, Martina

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Foto: Fotolia/Kienas
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In welcher Qualität Krankenhäuser bestimmte Behandlungen vornehmen, ist künftig für alle Versicherten ersichtlich. Das gab der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) Ende Juni in Berlin bekannt. Die Krankenhäuser sind seit 2003 gesetzlich verpflichtet, Qualitätsberichte zu veröffentlichen. Bislang wurden die Daten jedoch anonymisiert erhoben, das heißt, sie standen den Krankenhäusern zum internen Vergleich zur Verfügung.
Jetzt hätten die Bürger die Möglichkeit, sich vor der Auswahl eines Krankenhauses nicht nur wie bisher über dessen Strukturen und Leistungsschwerpunkte zu informieren, sondern auch über die Behandlungsqualität, sagte der Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, bezeichnete die Neuerung als „bahnbrechenden Fortschritt“.
Die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung hat zusammen mit der DKG im Auftrag des G-BA 27 Indikatoren für die Veröffentlichung vorgeschrieben. Künftig können die Patienten unter anderem auf der Internetseite des G-BA (www.g-ba.de) erfahren, wie ihr örtliches Krankenhaus beispielsweise bei der Geburtshilfe, bei Herzschrittmacherimplantationen oder koronarchirurgischen Eingriffen im bundesweiten Vergleich abschneidet. Die Qualitätsberichte enthalten Daten aus dem Jahr 2006. MM
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