ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2007Medizinstudium: Einst und Jetzt – Immer im Gegensatz?
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Sind wir heute wirklich klüger und weiter, oder hat der Anatom Professor Westermann einfach eine ähnlich ruppige Anatomieausbildung gehabt wie sein Mitarbeiter Reinhard Eggers mit seinen Erinnerungen an den Präp-Kurs vom Wintersemester 1973/74? Leider wird ja keine Ortsangabe gemacht, wo er diesen absitzen musste. Was in diesem Beitrag zum Medizinstudium beschrieben wird, ist natürlich löblich und „fortschrittlich“, wie sich die kritischen Leute von 1973 und 1974 ausdrückten. Die Medizinische Universität Lübeck wurde ungefähr in jenen Jahren von der Kieler Uni aus als Ableger gegründet. Vielleicht kann man deswegen heute diesen Bericht für und aus Lübeck so schreiben, denn das, was hier für heute beschrieben wird, habe ich so im Präp-Kurs in den Wintersemestern 1967/68 und 1968/69 in Kiel erlebt, Förderung von Teamgeist, Respekt vor der Würde des Menschen, dessen leibliche Hülle als Lehrmaterial genutzt werden darf, gute Kombination von Therapie und Praxis und so weiter. Hoffentlich gilt der beschriebene Lübecker Geist genauso exemplarisch für die heutige Studienlandschaft in ganz Deutschland wie der plakative Bericht im Kasten von Dr. Eggers sicher nicht exemplarisch für die damalige BRD steht. So gesehen, profitiere ich heute in meinem Beruf als ärztlicher Psychotherapeut auch von drei anatomischen Präparierkursen im Kiel der späten 1960er-Jahre im Geiste der Professoren Wolfgang Bargmann, Alkmar von Kügelgen, Helmut Leonhard und deren damaligen Mitarbeitern.
Ekkehard Schröder, Spindelstraße 3, 14482 Potsdam
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