VÄNDG-RATGEBER

VändG-Ratgeber

Dtsch Arztebl 2007; 104(27): A-2012 / B-1776 / C-1712

KBV

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Ist eine Rückumwandlung einer Anstellung bei einem Vertragsarzt (nach vorherigem Verzicht zugunsten der Anstellung)
in eine Zulassung möglich?
Eine solche „Rückumwandlung“ ist nicht zulässig. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und der Absicht, sich erneut niederzulassen, bedarf der Arzt einer erneuten Zulassung, für die die dafür vorgeschriebenen Regeln (gegebenenfalls auch die Berücksichtigung von Zulassungsbeschränkungen) gelten.

Kann ein Arzt, den ich jetzt anstelle, in einigen Jahren mein Praxispartner (mit Zulassung) werden, wenn dann Zulassungsbeschränkungen bestehen, da er in der Bedarfsplanung ja schon mitgezählt wird?
Wenn die Anstellung endet, bedarf es für
einen Arzt, der eine Zulassung erstrebt, grundsätzlich eines Antrags auf Zulassung, der gegebenenfalls an bestehenden Zulassungsbeschränkungen scheitern kann. Das Zulassungsprivileg des § 103 Abs. 4 a Satz 4 SGB V, wonach Ärzte, die in einem Medizinischen Versorgungszentrum beschäftigt waren, nach einer Beschäftigungsdauer von mindestens fünf Jahren unbeschadet von Zulassungsbeschränkungen einen Zulassungsanspruch erworben haben,
ist durch das VändG auf Verträge, die vor dem
1. Januar 2007 geschlossen worden sind, eingeschränkt worden und auf die Anstellung in Vertragsarztpraxen nicht übertragen worden.
Der angestellte Arzt ist daher nach Beendigung der Anstellung wie jeder andere Zulassungsbewerber zu behandeln, auch wenn er Praxispartner werden will.

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Kann sich ein Arzt mit zum Beispiel zweimal je 30 Stunden/Woche bei zwei Vertragsärzten anstellen lassen?
Grundsätzlich ist auch eine Anstellung bei zwei Vertragsärzten denkbar. Der geschilderte zeitliche Arbeitsumfang insgesamt dürfte jedoch mit dem Arbeitszeitgesetz nicht vereinbar sein. KBV

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