ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2007Deutsche Krebshilfe: Spitzenforschung zugunsten vieler Patienten

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Deutsche Krebshilfe: Spitzenforschung zugunsten vieler Patienten

Dtsch Arztebl 2007; 104(28-29): A-2017 / B-1781 / C-1717

Rieser, Sabine

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Die Deutsche Krebshilfe will bis 2008 bundesweit zehn onkologische Spitzenzentren etablieren. Derzeit werden vier Zentren in Dresden, Freiburg, Köln/Bonn und Tübingen gefördert, und zwar mit jeweils drei Millionen Euro für drei Jahre.
Die Mitarbeiter an den Spitzenzentren müssen grundsätzlich für alle Patienten eine zentrale Anlaufstelle vorhalten und deren Behandlung durch ein interdisziplinäres „Tumor Board“ definieren. Ihre Behandlungskonzepte sollen leitliniengerecht und evidenzbasiert sein. Zu den Vorgaben gehört weiterhin, dass die Zentren Krankenversorgung und Forschung gut verzahnen und dafür sorgen, dass niedergelassene Ärzte sowie Krankenhäuser der Region in die Behandlung eingebunden werden.
Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und Klinik sei ein wichtiger Themenschwerpunkt der Forschungsförderung, betonte Prof. Dr. med. Otmar Wiestler, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. Wissen aus dem Labor müsse man zügig in die klinische Praxis bringen. Deshalb habe man 2006 auch die Förderung von wissenschaftlichen Verbundprojekten und Schwerpunktprogrammen fortgesetzt. Dazu zählt beispielsweise das Verbundprojekt „Molekulare Mechanismen bei malignen Lymphomen“. Darüber hinaus wurden Vorhaben unterstützt, bei denen die Suche nach maßgeschneiderten Behandlungsansätzen („Targeted Therapy“) im Vordergrund steht.
Die Deutsche Krebshilfe hat 2006 knapp 86 Millionen Euro an Spenden aus der Bevölkerung erhalten. Mit diesem Geld förderte sie unter ihrem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ aber nicht allein neue medizinische Diagnose- und Therapieansätze. Spenden wurden beispielsweise auch für die psychoonkologische Begleitung von Krebskranken oder Maßnahmen der palliativmedizinischen Versorgung zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen: www.krebshilfe.de. Rie
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