ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2007Organspende: Erfolgreiche Aktion
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. . . Während ich gerade beim Frühstück vom Vorschlag des Ethikrates in meiner Tageszeitung gelesen hatte, hörte ich fast zeitgleich, wie im Radio der gute Vorschlag von Vertretern der politischen Parteien zerredet wurde. Das hat mich so wütend gemacht, dass ich darüber nachgedacht habe, wie ich im Rahmen der bestehenden Regelungen eine Verbesserung erreichen kann. Ich befürchte nämlich, dass in Deutschland eine lange Zeit vergehen wird, bis wir eine Widerspruchslösung gesetzlich verankert haben werden. Ich habe daraufhin bei meinem Arbeitgeber eine Aktion initiiert, in welcher in einer der nächsten Gehaltsabrechnungen einfach der Flyer mit dem Organspendeausweis beigefügt wird. So werden also demnächst ca. 5 600 Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung Rheinland einen Organspendeausweis in Händen halten. Ermutigt von der positiven Resonanz meines Arbeitgebers, habe ich Kontakt mit dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland aufgenommen und ihn gebeten, den Organspendeausweis in den Einwohnermeldeämtern auszulegen, sodass spätestens bei der nächsten Verlängerung des Personalausweises jeder Duisburger an einen Organspendeausweis kommen kann. Der Oberbürgermeister besitzt bereits seit Jahren einen Organspendeausweis und hat meine Idee mit Wohlwollen angenommen. Von meiner Aktion habe ich bei einer Grillparty mit ärztlichen Kollegen meiner Ehefrau berichtet. Ich bin nur ein „einfacher“ Bürger und gehöre keinem Interessenverband an, der sich mit Organspende beschäftigt. In dieser lockeren Runde stellte sich heraus, dass viele Ärzte selber keinen Organspendeausweis besitzen. Wie bei anderen Berufsgruppen gilt auch hier das Sprichwort „Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“. Daher möchte ich das DÄ bitten, in einer der nächsten Ausgaben einfach einen Organspendeausweis beizulegen . . .
Dirk R. Schuchardt, Bernkasteler Straße 10, 47259 Duisburg
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