ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2007Ärzteschaft: Medienschelte
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Na ja, natürlich hat Heinz Stüwe mit seinen Feststellungen einer oft völlig überzogenen, polarisierenden, letztlich verzerrenden Darstellung von Fehlstellungen und Fehlverhalten im Medizinbetrieb in den Medien Recht. Nur er schreibt es in einem Blatt, das ohnehin eher von den Betroffenen denn Dritten (Entscheidern oder Journalisten) gelesen werden wird . . . Gesundheitspolitik (und Meinungsbildung dazu) ist eine bundesweite, länderübergreifende Sache. Während die bundesrepublikanische Föderalismusreform zeigt, welcher Unsinn da herauskommt, wäre es doch eine Idee, die Ärzteschaft endlich auf Bundesebene stärker zu bündeln. Die Landeskammern müssten begreifen, dass eine reine Arbeitsgemeinschaft nur wenig Biss hat. Wichtige Entscheidungen müssen zentral und schnell getroffen werden, um Bundesregierung und Bundesministerien Paroli bieten zu können . . . Kommunikation und PR gehören, bis auf rein lokale Themen vielleicht, komplett nach Berlin. Wenn die Bundes­ärzte­kammer erst die Power hat, für alle mehr als 300 000 Ärzte „en bloc“ zu sprechen (ohne es vorher mit jedem Landesfürsten abgesprochen haben zu müssen, den kleinsten gemeinsamen Nenner suchend), werden auch solche oft kruden Darstellungen in den Medien seltener werden. Zurzeit ist die Kommunikationskultur der Ärzteschaft durchaus in bestimmtem Umfang mit daran schuld, dass solcher Unsinn in den Medien fröhliche Urstände feiert . . .
Gerhard Schuster, 11, rue Scribe, F-75009 Paris
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