ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2007Kopf- und Gesichtsschmerzen: Diagnostik und Therapie auf Basis der 2. IHS-Klassifikation und der Therapie-Leitlinien der DGN

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Kopf- und Gesichtsschmerzen: Diagnostik und Therapie auf Basis der 2. IHS-Klassifikation und der Therapie-Leitlinien der DGN

Dtsch Arztebl 2007; 104(28-29): A-2047 / B-1806 / C-1742

Limmroth, Volker

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Kopf- und Gesichtsschmerzen
Gute Gründe für dieses Buch
Warum sollte man 2007 ein Buch über Kopf- und Gesichtsschmerzen herausgeben, wo doch der deutsche Büchermarkt von Lehrbüchern zum Thema Schmerz geradezu überschwemmt wird? Im Vorwort dieses Buchs geben die Autoren gleich mehrere gute Gründe an: Die 2004 aktualisierte Kopfschmerzklassifikation der IHS (International Headache Society) wurde mittlerweile mehrfach revidiert, was aber bisher in deutschsprachigen Publikationen weitestgehend unberücksichtigt geblieben ist. Die neuen Therapieleitlinien der Deutschen Neurologischen Gesellschaft haben bislang kaum in irgendeinem Schmerzbuch Eingang gefunden.
Einen weiteren Grund möchte ich hinzufügen: Selten ist es deutschsprachigen Autoren bisher in so didaktisch geschickter Weise gelungen, das komplexe Thema der verschiedenen Kopf- und Gesichtsschmerzerkrankungen zu behandeln. Hypnic headache, SUNCT-Syndrom, Hemicrania continua, new daily persistent headache – dem Nichtspezialisten erklärt dieser Leitfaden selten gesehene Erkrankungen in flüssig geschriebener Weise so, dass er das Wesen solcher Schmerzsyndrome gleich erfasst. Besonders anschaulich sind die in jedem Kapitel enthaltenen grafischen Darstellungen der Zeitverläufe der einzelnen Schmerzsyndrome, die jeweils durch einen „Steckbrief“ ergänzt werden. So kann sich jeder schnell in die Diagnosekriterien der IHS einarbeiten. Selbstverständlich kann die Pathophysiologie der einzelnen Erkrankungen nicht in toto abgehandelt werden, aber gerade die Beschränkung auf die wesentlichen Aspekte macht den Reiz dieses Buchs aus. Die Therapieempfehlungen entsprechen den aktuellen Standards. Hilfreich dabei sind die Hinweise auf Methoden ohne nachgewiesenen oder sogar schädlichen Effekt, wie zum Beispiel das Zähneziehen bei dem Vorliegen einer Migräneerkrankung.
Eine gute Auswahl von Literaturstellen rundet dieses Buch ab. Wie drückt es der Herausgeber aus? Es „macht aufgrund der Häufigkeit von Kopfschmerzen wirklich Spaß, sich . . . auszukennen.“ Dito. Stefan Wirz

Volker Limmroth: Kopf- und Gesichtsschmerzen. Diagnostik und Therapie auf Basis der 2. IHS-Klassifikation und der Therapie-Leitlinien der DGN. Schattauer, Stuttgart, New York, 2007, 192 Seiten, kartoniert, 26,95 Euro
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