ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2007Patient als Partner: Akzeptiert und zufriedener

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Patient als Partner: Akzeptiert und zufriedener

PP 6, Ausgabe Juli 2007, Seite 293

Merten, Martina

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Foto: Fotolia/Balcerzak
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Patienten, die bei medizinischen Entscheidungen als Partner der Ärzte auftreten, sind zufriedener. Außerdem verbessern sich die Behandlungseffekte. Zu diesem Ergebnis kommen zehn bundesweite Projekte, die bei der 5. Tagung „Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess“ vorgestellt wurden. Zur Förderung der Projekte hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium seit 2001 rund 3,6 Millionen Euro bereitgestellt.
Zunächst hatten Wissenschaftler, Ärzte und Patientenvertreter in den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Innere Medizin/Allgemeinmedizin erprobt, wie eine partnerschaftliche Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient aussehen könnte. Mitarbeiter der Universitäten Freiburg, Heidelberg, Hamburg und Jena testeten dann, mit welchen Strategien und Instrumenten solche Entscheidungen in die klinische Praxis umgesetzt werden können. Hierzu wurden unter anderem Fortbildungen für Ärzte entworfen, Train-the-Trainer-Seminare für Hochschullehrer erstellt und Patienten in partizipativer Entscheidungsfindung geschult. Auch gehörte es zu den Aufgaben dieser vier Transferprojekte, medizinische Entscheidungshilfen für Patienten zu entwickeln.
Eine solche Entscheidungshilfe hat beispielsweise die Techniker Krankenkasse (TK) in Kooperation mit Ärzten und Psychotherapeuten des Universitätsklinikums Freiburg und der Gaia AG, Hamburg, entworfen. Es handelt sich um ein interaktives Patientendialogsystem zu den Indikationen Depression und Rückenschmerz. Mithilfe des Webportals können Beroffene ein virtuelles Gespräch über ihre Beschwerden führen und Informationen erhalten, die auf ihren Gesundheitszustand zugeschnitten sind. MM
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