ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2007Familiengerichte sollen früher eingreifen

POLITIK

Familiengerichte sollen früher eingreifen

Bühring, Petra

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LNSLNS Familiengerichte sollen künftig im Interesse vernachlässigter oder misshandelter Kinder früher eingreifen können. Das Bundeskabinett hat dazu am 11. Juli einen Gesetzentwurf beschlossen. „Bislang werden Familiengerichte in der Praxis leider zu spät angerufen, wenn nur noch mit der Entziehung der elterlichen Sorge reagiert werden kann“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, auf deren Vorschlag der Gesetzentwurf beruht. Die Neuregelung erlaubt es den Familiengerichten, frühzeitiger und stärker auf die Eltern einzuwirken, damit diese öffentliche Hilfen in Anspruch nehmen, um ihre Elternkompetenz zu stärken. Flankierend soll es auch zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen Justiz und Jugendhilfe kommen. Es wird erwogen, Arbeitskreise einzurichten, in denen sich Familienrichter, Jugendamtsmitarbeiter, Polizisten, Jugendrichter und -staatsanwälte an einen Tisch setzen. PB

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