ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2007Der Zweiklassenstaat: Sein Stern sinkt
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Höflicherweise hat Sabine Rieser sich über die Person Lauterbach und sein neu erschienenes Buch nicht weiter ausgelassen. Ihre eher vornehm gehaltene Kritik an Herrn Prof. Lauterbach ist in jedem Fall angekommen. Herr Lauterbach hat mit der Ärzteschaft allein gemeinsam, dass er Medizin studierte. Sein Curriculum vitae endet allerdings insoweit mit dem PJ. Gleichwohl scheut er sich nicht, die Ärzteschaft nun über Jahre stets aufs Neue zu diffamieren und zu beleidigen. Immer wieder frage ich mich nach der Motivation hierfür. Was versteht Herr Lauterbach von der Qualität einer ärztlichen Behandlung und von der besseren Versorgung der Patienten, wenn er nie bewiesen hat noch beweisen konnte, als Arzt qualifiziert zu handeln? . . . Lauterbach hat geschickt eine Position erlangt, die er in Wirklichkeit nicht ausfüllen kann. Das haben wohl mittlerweile auch seine Parteigenossen festgestellt, denn seit der Großen Koalition ist der „Gesundheitsexperte“ nur noch in bestimmten Medien existent, die seine Polemik gierig aufnehmen. Herr Lauterbach ist nicht Gesundheitssprecher seiner Partei geworden . . . Da sein Stern in der SPD sinkt, wäre es nicht verwunderlich, wenn Herr Lauterbach zu den Linken übertreten würde. Bei Herrn Lafontaine wäre er in punkto Polemik und Klassenkampf in bester Gesellschaft.
Priv.-Doz. Dr. med. H. Schellong, Jahnstraße 21, 41460 Neuss
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