ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2007Marburger Bund: Nachhilfe nötig
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Schön, dass der Marburger Bund als Gewerkschaft noch dazulernen will. Etwas Nachhilfe im Prozentrechnen könnte hier Wunder wirken, zumal ja ursprünglich die Forderung nach 30 Prozent mehr Lohn im Raum stand. Ende 2006 kam die gute Nachricht vom Marburger Bund: Beim Berliner Vivantes-Konzern werden Bereitschaftsdienste künftig nicht mehr mit 80 Prozent, sondern mit 95 Prozent des Stundenlohns vergütet. Hörte sich gut an, dieses Verhandlungsergebnis. Schade, dass niemand erwähnt hat, dass gleichzeitig die Stundenlöhne um ungefähr diesen Betrag sinken werden (z. B. von brutto 23,32 Euro auf 20,28 Euro). Es bleibt demnach eine Steigerung von drei Prozent brutto. Davon hat öffentlich niemand gesprochen. Klingt ja auch nicht so toll wie eine Steigerung von 80 Prozent auf 95 Prozent. Aber man fühlt sich irgendwie von der eigenen Gewerkschaft verschaukelt. Wer also das Prozentrechnen beherrscht, sollte seinen Lohnzettel selbst prüfen, bevor vollmundige Tarifabschlüsse geglaubt werden.
Dr. med. Christian Herzmann,
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum,
Rubensstraße 125, 12157 Berlin
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