ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2007Datenbank: Reanimationsregister

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Datenbank: Reanimationsregister

Dtsch Arztebl 2007; 104(30): A-2118 / B-1871 / C-1807

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Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat ihr bundesweites Reanimationsregister gestartet. Die Fachgesellschaft ruft alle an der Versorgung von Patienten mit plötzlichem Herztod befassten Organisationen und Ärzte dazu auf, daran teilzunehmen. Durch die im Reanimationsregister gesammelten Daten sollen Erkenntnisse über eine optimierte Behandlung solcher Patienten gewonnen werden, um dadurch die Überlebenschancen von rund 100 000 Menschen zu verbessern, die in Deutschland jedes Jahr Herzkreislaufstillstände erleiden. Das Reanimationsregister ist eine internetbasierte Datenbank (www.reanima tionsregister.de), in der Ärzte ihre Behandlungsergebnisse eintragen können. Erfasst werden nicht nur die unmittelbaren Ergebnisse der Reanimation, sondern auch die Weiterversorgung in der Klinik und der Langzeitverlauf. So kann beispielsweise untersucht werden, ob die Patienten ohne dauerhafte Hirnschäden überleben.
Die Teilnahme am Reanimationsregister ist für den Arzt freiwillig, bietet ihm aber einige Vorteile: Teilnehmer können im Internet jederzeit ihre eigenen Ergebnisse analysieren und sich mit anderen Ärzten vergleichen. Dabei bleibt die Anonymität des Arztes und seiner Patienten gewahrt. Geplant sind auch Workshops der teilnehmenden Zentren. Das Angebot ist nicht auf Mitglieder der DGAI beschränkt. Für die kostenfreie Teilnahme ist lediglich eine Anmeldung bei der DGAI erforderlich. Aktuell analysieren bereits mehr als 70 Notarztstandorte und mehr als zehn Kliniken ihre Reanimationsmaßnahmen. EB
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