ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2007Kindergesundheit: ePA Junior: elektronische Patientenakte für Kinder

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Kindergesundheit: ePA Junior: elektronische Patientenakte für Kinder

Dtsch Arztebl 2007; 104(31-32): A-2164

Krüger-Brand, Heike E.

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Die elektronische Patientenakte soll alle wichtigen gesundheitlichen Ereignisse vom ersten Tag an dokumentieren und im Ernstfall sofort abrufbar sein. Foto: dpa
Die elektronische Patientenakte soll alle wichtigen gesundheitlichen Ereignisse vom ersten Tag an dokumentieren und im Ernstfall sofort abrufbar sein. Foto: dpa
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will als „Baustein zur Förderung der Kindergesundheit und des Kindeswohls“ eine webbasierte elektronische Patientenakte für Kinder erproben. Mit dem Projekt „ePA Junior“ soll eine Dokumentation wichtiger Daten zur Gesundheit von Kindern bis zur Einschulung entstehen und die medizinische Versorgung verbessert werden.
Allen Neugeborenen des Jahrgangs 2008 wird bis zum sechsten Lebensjahr kostenfrei eine elektronische Patientenakte in Form einer Karte zur Verfügung gestellt. In Rheinland-Pfalz werden jährlich etwa 32 000 Kinder geboren. Auf der Karte werden – auf freiwilliger Basis – medizinische Daten, wie Erkrankungen, Impfstatus und Früherkennungsuntersuchungen, gespeichert. Ärzte, Krankenhäuser und Hebammen können diese Daten nutzen. Dadurch ließen sich zum Beispiel medizinische Risiken, wie Arzneimittelunverträglichkeiten, besser einschätzen, und die Früherkennung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen könnte verbessert werden. Darüber hinaus soll die Karte die Vernetzung insbesondere der Kinder- und Hausärzte, Hebammen und Krankenhäuser fördern. Für den Zugriff auf die Daten ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.
„Die ePA Junior ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer besseren Versorgung der Kinder“, sagte Dr. med. Carl-Heinz Müller, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. KBr
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