ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2007Arbeitsmarkt: An Attraktivität verloren
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Es ist absehbar, dass in nicht allzu ferner Zukunft ein spürbarer Ärztemangel sowohl die klinische als auch die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung deutlich beeinträchtigen wird. Warum ist diese Entwicklung eingetreten? Durch viele Faktoren, insbesondere aber durch schlechtere Arbeitsbedingungen und unzureichende Vergütung sowie durch eine enorme Zunahme der Bürokratie, hat der Arztberuf viel von seiner früheren Attraktivität verloren. Warum verdient ein Chefarzt wesentlich weniger als ein Manager in der Industrie? Warum werden Oberärzte nicht besser bezahlt? Um diesen Zustand wieder zu ändern, erscheint es mir von großer Bedeutung, dass sich das Verhältnis der Gesellschaft – vor allem der politischen Entscheidungsträger – zu den Ärzten entscheidend ändert. Es ist doch unbestritten, dass jeder Bürger eine optimale medizinische Versorgung haben möchte. Das ist aber mit der bisherigen Politik gegenüber den Ärzten nicht zu erreichen. Die Ärzteschaft hat in den vergangenen Monaten sowohl in den Krankenhäusern als auch in den Praxen deutlich zum Ausdruck gebracht, was besser gemacht werden könnte. Geändert hat sich aber praktisch nichts. Wenn aber eines Tages operative Eingriffe nur nach langen Wartezeiten durchgeführt werden können und Fachärzte Termine nur noch nach Monaten vergeben, dann wird es vielleicht endlich einen allgemeinen Aufschrei geben und die Politik zum Umdenken gebracht.
Dr. med. Helmut Ritzmann, Heuerkotten 38,
33775 Versmold
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