ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1997Betriebsärzte: Gleiche Standards im öffentlichen Dienst

SPEKTRUM: Leserbriefe

Betriebsärzte: Gleiche Standards im öffentlichen Dienst

Bicker, Heinz Joh.

Zu dem Beitrag "Geänderte Anforderungen an Betriebsärzte" von Dr. med. Mathias Dietrich in Heft 3/1997
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LNSLNS Mit der Zwischenüberschrift "BG: Zusätzliche Aufgabe" wird suggeriert, daß diese Neuregelungen des Unfallversicherungsrechtes mit dem erweiterten Präventionsauftrag nur für den Bereich der gewerblichen Berufsgenossenschaften, bei denen nur zirka die Hälfte aller Beschäftigten versichert sind, gelten. Es muß besonders hervorgehoben werden, daß die beschriebenen Neuerungen im Arbeitsschutz- und Unfallversicherungsrecht für alle Beschäftigten gelten, also auch für den großen Bereich des öffentlichen Dienstes. Gerade in diesem Bereich besteht noch teilweise ein sehr großer Nachholbedarf. Leider versuchen gerade hier die öffentlichen Arbeitgeber, wie aus einem mir vorliegenden Strategiepapier des Deutschen Städtetages hervorgeht, sich ihren Verpflichtungen, für ihre Beschäftigten alle "Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit (§ 2 ArBSchG)" zu ergreifen, zu entziehen. In der gewerblichen Wirtschaft selbstverständliche Standards werden in diesem Papier als teilweise überzogen und zu reduzierende Standards bezeichnet. Daß mit einer menschen- und gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeit die Gesundheit der Beschäftigten erhalten wird und damit auch Fehlzeiten verringert werden können, hat sich bis dort noch nicht herumgesprochen.
Heinz Joh. Bicker, Im Haagfeld 10, 47259 Duisburg
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