ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2007INTEGRIERTE VERSORGUNG: Hilfe bei psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

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INTEGRIERTE VERSORGUNG: Hilfe bei psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

PP 6, Ausgabe August 2007, Seite 348

Bühring, Petra

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Foto: Ute Grabowsky/photothek.net
Foto: Ute Grabowsky/photothek.net
Stress am Arbeitsplatz kann zu depressiver Verstimmung, Konzentrationsproblemen oder Erschöpfung führen. Umgekehrt können aber auch psychische Beschwerden die Ursache für Probleme am Arbeitsplatz sein. Wenn psychische Belastungssymptome länger anhalten und nicht fachspezifisch behandelt werden, können sie chronifizieren. Vor diesem Hintergrund hat die Poliklinische Institutsambulanz für Psychotherapie am Psychologischen Institut der Universität Mainz das Programm „Probleme bewältigen – Fit im Job“ entwickelt. Das psychotherapeutische Soforthilfeprogramm ist ein Angebot im Rahmen der integrierten Versorgung und entstand in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und den Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz. Es wendet sich an Berufstätige, die aufgrund psychischer Beschwerden eine Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit befürchten oder die bereits arbeitsunfähig sind.
Erlebt jemand erstmals eine depressive Episode und wünscht sich psychotherapeutische Unterstützung, beträgt die Wartezeit für einen ambulanten Psychotherapieplatz in der Regel einige Monate. „Auch zur Überbrückung dieser Wartezeit kann die Teilnahme an dem Soforthilfe-programm dienen“, erklärt Annette Wald vom Psychologischen Institut. „Oft kann es aber auch sein, dass eine reguläre Psychotherapie für die Betroffenen noch nicht notwendig ist und die Teilnahme am Soforthilfeprogramm ausreicht, um die Schwierigkeiten erfolgreich zu bewältigen.“ In der Regel werden die Patienten durch den Hausarzt zugewiesen, der oft als erster erkennt, ob aufgrund psychischer Belastungen eine Arbeitsunfähigkeit droht.
Informationen: Poliklinische Institutsambulanz der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, Telefon: 0 61 31/3 92 46 21, E-Mail: awald@uni-mainz.de PB
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