ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2007Brustkrebspatientinnen: Psychosoziale Betreuung schlecht

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Brustkrebspatientinnen: Psychosoziale Betreuung schlecht

PP 6, Ausgabe August 2007, Seite 348

Hillienhof, Arne

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Nur rund ein Drittel aller Patientinnen mit Brustkrebs erhält eine psychologische Begleitung. Darauf hat die Deutsche Krebshilfe Mitte Juli hingewiesen. „Die Krankheit trifft fast alle Betroffenen plötzlich und völlig unerwartet. Alle Lebensziele, Inhalte und Werte werden infrage gestellt. Die Sorge um das weitere Leben ist ein ständiger Begleiter der Therapie“, sagte Manfred Beutel vom Universitätsklinikum Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Die Patientinnen litten häufig unter starken seelischen Belastungen und Depressionen. „Unbehandelt beeinträchtigen die depressiven Leiden die Betroffenen und ihre Lebensqualität oft erheblich und verschlechtern sogar den Krankheitsverlauf“, betonte Beutler. Dies zeige: Krebspatienten benötigten nicht nur die bestmögliche medizinische Therapie, sondern auch seelische Begleitung.
Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt eine Studie, welche die Wirksamkeit einer „Kurzzeit-Psychotherapie“ bei depressiven Brustkrebspatientinnen untersucht. Die Organisation unterstützt dieses Projekt an den Universitäten Mainz und Leipzig im Rahmen ihres Förderschwerpunktprogramms „Psychosoziale Onkologie“ mit 543 000 Euro. hil
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