ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2007Das philippinische Gesundheitssystem

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Das philippinische Gesundheitssystem

PP 6, Ausgabe August 2007, Seite 376

Merten, Martina

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Leuchtturmprojekt der GTZ: günstige Arzneimittel in Kleinstapotheken auf dem Land. Foto: Martina Merten
Leuchtturmprojekt der GTZ: günstige Arzneimittel in Kleinstapotheken auf dem Land. Foto: Martina Merten
- Krankenkassen: Es gibt nur eine gesetzliche Krankenkasse, die Philippine Health Insurance Corporation (PhilHealth). Hierüber sind Schätzungen zufolge 60 Prozent der Bevölkerung versichert; allerdings trägt PhilHealth nur die Kosten derjenigen Krankenhäuser, die eine Akkreditierung bei der Regierung besitzen; darüber hinaus werden über die nationale Krankenkasse nur Basisleistungen abgedeckt.
- Private Kran­ken­ver­siche­rung: Es gibt mehrere Hundert private Versicherungsunternehmen; die meisten privaten Versicherungen werden als Zusatzversicherung abgeschlossen.
- Finanzierung: über Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, gestaffelt nach dem Arbeitnehmereinkommen. Freiwillig Versicherte zahlen einen fixen Betrag von 100 Pesos pro Monat (1,60 Euro).
- Zuzahlungen/Selbstbeteiligung: Grundsätzlich gilt bei allen Behandlungen das Kostenerstattungsprinzip; auch Medikamente müssen Patienten zunächst selbst bezahlen.
- Ambulante Versorgung: Hausarztpraxen wie in Deutschland gibt es keine, bei gesundheitlichen Problemen gehen Patienten direkt in die Ambulanzen kleinerer oder mittelgroßer Krankenhäuser.
- Stationäre Versorgung: Es gibt Krankenhäuser der Primär-, der Sekundär- und der Tertiärversorgung; Fachärzte arbeiten in erster Linie in größeren Spezialkliniken.
- Gehalt der Ärzte: An staatlichen Krankenhäusern verdient ein Berufsanfänger etwa 27 000 Pesos monatlich (440 Euro); an Privatkliniken verdient ein Arzt mit mehrjähriger Berufserfahrung etwa 1 345 Euro monatlich). MM
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