ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2007Genderfragen: Normative Frage
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LNSLNS Leider hat die Autorin in ihrem sehr lesenswerten Artikel zu wenig kritisch begründet, warum das theoretische Desinteresse eigentlich durch ein theoretisches Interesse an der „Geschlechtersensibilität“ ersetzt werden soll. Es ist vor allem eine normative Frage, wenn das Geschlecht (wie Lebensaltersstufen und ihre besonderen Themen, ethnische Herkunft, Bildungsstand, wirtschaftliche Situation, Religion, sexuelle Orientierung und so weiter) in einer Psychotherapie „sensibel“ berücksichtigt werden soll.
Mich wundert nicht, dass angesichts der ideologieverdächtigen Ergebnisse früherer „wissenschaftlicher“ Forschungen, etwa zu Geschlecht und Therapieerfolg, Geschlechterpassung und so weiter, die nun zum Glück etwas kritischer gesehen werden (siehe Artikel), viele empirische Forscher nicht gern Zeit aufwenden für Themen, bei denen das, was man eigentlich schon immer wusste oder als Therapeut zumindest hätte wissen können, durch den jeweiligen medialen Zeitgeist infrage gestellt wird.
Dr. rer. soc. Gerhard Heim, Düppelstraße 29,
12163 Berlin
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