ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2007Essverhalten: Psychologische Komponenten

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Essverhalten: Psychologische Komponenten

PP 6, Ausgabe August 2007, Seite 382

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LNSLNS Fragebögen zum Essverhalten für Kinder vernachlässigen in der Regel psychologische Komponenten. Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Duisburg-Essen haben daher einen Fragebogen entwickelt und evaluiert, der erstmals auch psychologische Komponenten des Essverhaltens beinhaltet. Dazu zählen beispielsweise „essen, um Stress abzubauen“, „Ansprechbarkeit auf Schlüsselreize bezüglich Essen“, „gezügeltes Essen und Diätverhalten“, „Sorgen über Essverhalten und Körpergewicht“, „Druck der Eltern auf das Essverhalten“ sowie „Angst vor Gewichtszunahme“. An der Studie nahmen 373 Viertklässler aus zwölf Hamburger Grundschulen teil. Die meisten Kinder waren zwischen neun und zehn Jahre alt. Bei der Entwicklung des Fragebogens zeigte sich, dass Kinder hinsichtlich essbezogenen Einstellungen und Verhaltens nicht mit Erwachsenen vergleichbar sind. Beispielsweise haben Kinder kein schlechtes Gewissen im Zusammenhang mit Essen. Dementsprechend mussten die Fragen an kindliches Essverhalten angepasst werden. Es stellte sich außerdem heraus, dass die befragten Kinder sich Sorgen um ihr Gewicht machten, Diät hielten und unzufrieden mit ihrem Körper waren. Das traf jedoch fast ausschließlich auf die übergewichtigen Kinder zu. Viele normalgewichtigen kannten ihr Körpergewicht jedoch nicht und beschäftigten sich erst infolge der Untersuchungen mit der Thematik. ms

Schacht M, Richter-Appelt H, Schulte-Markwort M, Hebebrand J, Graf Schimmelmann B: Eating pattern inventory for children: A new self-rating questionnaire for preadolescents. Journal of Clinical Psychology 2006; 62(10): 1259–73.
Melanie Schacht, Universität Hamburg, Psychologisches Institut III,
Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg,
E-Mail: melanie.schacht@uni-hamburg.de
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