ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2007Entwicklungshilfe: Ausgaben für Gesundheit gestiegen

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Entwicklungshilfe: Ausgaben für Gesundheit gestiegen

Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A-2229 / B-1973 / C-1905

Merten, Martina

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Foto: VISUM
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Die jährlichen Ausgaben der Bundesregierung für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern sind seit 1998 stetig gestiegen. Lagen sie damals bei 206 Millionen Euro, flossen 2005 rund 300 Millionen Euro in ärmere Länder. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der FDP-Fraktion zur „Gesundheit in Entwicklungsländern“ hervor. Die Beiträge beinhalteten der Bundesregierung zufolge bilaterale Leistungen sowie Zuwendungen an internationale Organisationen wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose.
Gesunken ist hingegen der Anteil, den die Mittel für den Gesundheitssektor an der gesamten deutschen Entwicklungszusammenarbeit haben. Betrug dieser 1998 noch 3,8 Prozent, sank er bis 2005 auf 2,1 Prozent ab. Dieser Rückgang, so die Bundesregierung, erkläre sich aus dem hohen Anteil der Schuldenerlasse an den Zusagen im Jahr 2005. Dadurch „sinken im Verhältnis alle anderen Anteile, auch wenn sie absolut gestiegen“ sind.
Zunehmend mehr Geld floss in die Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose. 1998 stellte die Bundesregierung 18 Millionen Euro zur Verfügung, seit 2002 sind es rund 300 Millionen Euro pro Jahr. 2007 soll der Anteil auf 400 Millionen Euro erhöht werden. In den Jahren 2000 bis 2005 stellte die Bundesregierung knapp 121 Millionen US-Dollar für Verhütungsmittel zur Verfügung. Damit liegt sie weltweit an dritter Stelle. MM
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