ArchivDeutsches Ärzteblatt33/20073 Fragen an… Franz Wagner, Vizepräsident des Deutschen Pflegerats

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3 Fragen an… Franz Wagner, Vizepräsident des Deutschen Pflegerats

Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A-2241 / B-1983 / C-1915

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Sind Pflegequalität und Patientensicherheit in deutschen Krankenhäusern noch gewährleistet?
Wagner: Nein, nicht flächendeckend. Sicherlich gibt es auch noch Krankenhäuser, in denen die Versorgung gut funktioniert. Aber vielfach fehlt den Pflegekräften sogar die Zeit für ganz grundlegende Tätigkeiten, wie etwa die postoperative Überwachung, das regelmäßige Lagern, die Körperpflege oder die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Es wird immer schwieriger, für Sicherheit und Qualität zu garantieren.

Gehen die Sparmaßnahmen der Krankenhäuser in erster Linie zulasten der Pflege?
Wagner: Eindeutig ja. Die Pflege als die größte Berufsgruppe ist von den Einsparungen am härtesten betroffen. In der Pflege sind Stellen gestrichen worden, während in der ärztlichen Versorgung Planstellen geschaffen wurden.

Wenn die Pflege schon ihre Kernaufgaben nicht bewältigen kann, ist es dann sinnvoll, neue Kompetenzen für Pflegekräfte zu fordern?
Wagner: Da sehe ich keinen Widerspruch. Die Einsatzmöglichkeiten von Pflege sind noch längst nicht ausgeschöpft. Und einen grundsätzlichen Mangel an Pflegekräften gibt es nicht. Die Arbeitsbedingungen müssen endlich attraktiver werden.
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