ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2007Leitlinien zur Diagnostik und Therapie in der Pädiatrischen Kardiologie

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Leitlinien zur Diagnostik und Therapie in der Pädiatrischen Kardiologie

Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A-2260 / B-2001 / C-1933

Schmaltz, Achim A.

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Pädiatrische Kardiologie: Verbessertes Evidenzniveau

Kann man Leitlinien, von elitären Fachgruppen in langen Sitzungen und nach strengen Konsentierungsregeln erarbeitet, überhaupt kommentieren? Mindestens beim vorliegenden Thema begibt man sich rasch auf das Terrain der Anmaßung. Zudem zeigt sich hier bereits sehr deutlich ein Aktualisierungsprozess: Zehn Jahre nach der ersten Ausgabe konnte das Evidenzniveau durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse verbessert werden, die nächste Version der Leitlinien ist bereits für 2010 geplant.
Auf der anderen Seite steht die unbefangene Lektüre. In 30 ausgesprochen übersichtlichen Kapiteln werden kinderkardiologische Diagnose- und Therapieschritte präzisiert; dies ist immer flüssig zu lesen und als Ganzes plausibel. Auch entbehrliche Diagnostik bekommt ihre jeweilige Auflistung, während sich zur Prävention eher frustrane Empfehlungen wiederholen – abgesehen vom Thema Endokarditisprophylaxe. Strukturelle Vitien scheinen mit leichten Konsensentwicklungen verbunden, konservativen Kapiteln wie Herzinsuffizienz oder Rhythmusstörungen sind breitere Diskussionen anzumerken. Auf Abbildungen, Schemazeichnungen, EKG-Beispiele sowie Register wird konsequenterweise verzichtet.
Fazit: Bei üblicher Interpretationsbreite aller Leitlinien ist die Aufstellung für wirkliche Insider tägliches Brot, für Pädiater ohne Schwerpunktbezeichnung ein ergänzendes Nachschlagewerk, für Hausärzte oder Studenten aber verzichtbar. Manfred Doerck

Achim A. Schmaltz (Hrsg.): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie in der Pädiatrischen Kardiologie. Urban & Fischer, München, 2007, 162 Seiten, kartoniert, 19,95 Euro
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