ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2007Terminologie und Diagnostik des benignen Prostatasyndroms

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Terminologie und Diagnostik des benignen Prostatasyndroms

Teil 1 der Serie zum benignen Prostatasyndrom

Benign Prostatic Hyperplasia: Terminology and Assessment

Oelke, Matthias; Höfner, Klaus; Jonas, Udo; Laval, Karl-Ulrich; Tunn, Ulf

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LNSLNS Zusammenfassung
Einleitung: Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist der häufigste benigne Tumor des alternden Mannes, dessen Ursache bisher noch nicht endgültig geklärt ist. Methoden: Systematische Literaturrecherche von 1986 bis 2006.
Ergebnisse: Das benigne Prostatasyndrom kann infolge der Vermehrung stromaler und epithelialer Zellen in der Transitionalzone der Prostata entstehen und wird durch das variable Verhältnis von Prostatavergrößerung, Symptomen des unteren Harntrakts und Blasenauslassobstruktion
charakterisiert. Es bestehen keine festen Zusammenhänge zwischen diesen Veränderungen. Die Diagnostik des benignen Prostatasyndroms soll klären, in welchem Verhältnis Prostatagröße, Symptomatik und Blasenauslassobstruktion stehen und ob sich bereits funktionelle oder
anatomische Veränderungen im Harntrakt herausgebildet haben. Die Diagnostik sollte sich nach den Leitlinien der Deutschen Urologen richten. Obligate Untersuchungen sind Anamnese, Erfassung der Symptomatik mit standardisierten Fragebögen, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen, Uroflowmetrie, Restharnmessung und Sonografie des Harntrakts. Fakultative Untersuchungen werden nur bei diagnostischen Unklarheiten oder der Auswahl eines Therapieverfahrens durchgeführt. Fakultative Untersuchungen sind der transrektale Ultraschall der Prostata, das Miktionsprotokoll, die urodynamische Messung, Ausscheidungsurografie, Urethro-Zystoskopie und Urethro-Zystografie.
Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A 2261–7
Schlüsselwörter: Prostatahyperplasie, Miktionsstörung, Diagnosestellung, Ultraschalldiagnostik, Leitlinie

Summary
Terminology and Assessment of the Benign Prostatic Syndrome
Introduction: Benign prostatic hyperplasia (BPH) is the commonest benign tumour in the ageing man. The exact cause of BPH remains unknown. Methods: Systematic literature review from 1986 to 2006. Results: The benign prostatic syndrome is a disease that can develop as a result of hyperplasia and adenoma of the transition zone of the prostate. This syndrome is characterized by the presence of prostate enlargement, lower urinary tract symptoms and bladder outlet obstruction, to varying degrees. No clear correlation between these three components has so far been found. The aim of assessment in BPH is to clarify the interrelationships between prostate size, lower urinary tract symptoms and bladder outlet obstruction. In addition, the urinary tract should be investigated for functional or anatomical changes. Evaluation of BPH should be performed according to the guidelines of the German Urologists´s society, who recommended a patient history, symptom and quality-of-life questionnaires, physical examination, laboratory tests, uroflowmetry, measurement of postvoiding residual urine, and ultrasound of the urinary tract. Optional tests, for use where the
diagnosis is still unclear or a special treatment is being considered, include transrectal ultrasound of the prostate, voiding diary, urodynamic measurement, excretory urography, urethro-cystoscopy and urethro-cystography.
Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A 2261–7
Key words: prostatic hyperplasia, dysuria, diagnosis, ultrasonic diagnosis, guideline


Dieser Artikel basiert auf einer systematischen Literaturrecherche der Jahre 1986 bis 2006. Zusätzlich wurden Standardartikel zu Epidemiologie und Pathophysiologie des benignen Prostatasyndroms (BPS) von vor 1986 berücksichtigt. Die Empfehlungen zur Diagnostik decken sich mit denen der „Leitlinien der Deutschen Urologen zur Diagnostik des benignen Prostatasyndroms“ (1).
Terminologie
Die Prostata eines gesunden Mannes hat ein Volumen von etwa 20 bis 25 mL und besteht aus 30 bis 50 tubulo-alveolären Drüsen. Anhand unterschiedlicher Konfiguration der Drüsen und Morphologie der Drüsenzellen lassen sich 4 Bereiche innerhalb der Prostata abgrenzen, die als anteriore Zone, zentrale Zone, periphere Zone und Transitionalzone (Übergangszone) bezeichnet werden (Grafik 1) (2, 3). Die Transitionalzone hat beim gesunden Mann ein Volumen von etwa 5 mL.

Benigne Prostatahyperplasie
Bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) handelt es sich um eine mit knotigem Umbau einhergehende strukturelle Veränderung der Transitionalzone, die durch Zellvermehrung (Hyperplasie) hervorgerufen wird. Die durch die Zellvermehrung entstehenden Knoten können aus Stromagewebe (unreife mesenchymale, fibroblastische, leiomyomatöse, fibromuskuläre Hyperplasie) oder Drüsengewebe (glanduläre Hyperplasie) aufgebaut sein. In den meisten Fällen liegt jedoch eine kombinierte Hyperplasie beider Gewebetypen vor. Die knotige Hyperplasie kann sich im lateralen (Seitenlappenhyperplasie) und/oder dorsalen Bereich der Transitionalzone (Mittellappenhyperplasie) entwickeln. Die Zellvermehrung führt zur Größenzunahme der Transitionalzone und sekundär auch zur Größenzunahme der gesamten Prostata. Die genauen Ursachen für die hyperplastischen Veränderungen sind trotz Identifikation einiger Faktoren im Einzelnen noch ungeklärt.
Die Prävalenz der BPH steigt mit zunehmendem Lebensalter kontinuierlich an. Metaanalysen aus Autopsiestudien ergaben, dass in der 6. Lebensdekade circa 50 % und in der 9. Lebensdekade circa 90 % der Männer die histologischen Zeichen einer BPH aufweisen (Grafik 2) (4). Aufgrund ihrer Häufigkeit kann die BPH daher als Volkskrankheit bezeichnet werden.

Benignes Prostatasyndrom
Die Krankheit, die sich bei Männern mit BPH entwickelt, ist durch die variable Ausprägung von Prostatavergrößerung, Symptomen des unteren Harntraktes und Blasenauslassobstruktion gekennzeichnet (Kasten 1) (1). Zahlreiche Untersuchungen konnten belegen, dass keine sicheren Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten bestehen (57). Bei einem Patienten kann demnach eine Veränderung allein, in Kombination mit einer anderen oder mit beiden anderen auftreten. Folglich müssen beim Patienten die Prostatagröße, Symptomatik und Obstruktion einzeln betrachtet werden, ohne dass von einer Veränderung auf eine andere geschlossen werden kann.
Das pathophysiologische Konzept kann schematisch anhand eines Ringdiagramms dargestellt werden (Grafik 3) (8).

Benigne Prostatavergrößerung
Es wird geschätzt, dass bei etwa der Hälfte der Männer mit einer histologischen BPH auch eine Prostatavergrößerung mittels digitorektaler Untersuchung getastet werden kann. Parallel zur steigenden Prävalenz der BPH-Histologie steigt auch die Wahrscheinlichkeit für eine tastbare Prostatavergrößerung mit zunehmendem Lebensalter. Epidemiologische Daten zum benignen Prostatasyndrom in Deutschland wurden in der Stadt Herne bei Männern zwischen 50 und 80 Jahren erhoben (9). Hochrechnungen für Deutschland auf der Basis dieser Untersuchungen ergaben, dass mehr als 3,2 der etwa 11,6 Millionen Männer über 50 Jahre eine vergrößerte Prostata haben.

Symptome des unteren Harntraktes
Die durch BPH verursachten Symptome veranlassen Männer, medizinische Hilfe zu suchen. Symptome des unteren Harntraktes lassen sich in obstruktive und irritative Symptome unterteilen (Tabelle 1). In einer internationalen Studie wurden Männer bezüglich der Häufigkeit ihrer einzelnen Symptome und die dadurch verursachte Beeinträchtigung der Lebensqualität befragt (10). Obwohl obstruktive Symptome bei den untersuchten Männern häufiger auftraten, beeinträchtigten die irritativen Symptome das Wohlbefinden und die Lebensqualität stärker. Aus dieser Untersuchung wird aber auch ersichtlich, dass Männer mit milder Symptomatik kaum eine Lebensqualitätseinschränkung erfahren und deshalb auch keine medizinische Hilfe suchen. Eine Blasenauslassobstruktion ohne Miktionssymptomatik bleibt dann unentdeckt („stumme Obstruktion“). Bei der deutschen Studie zur Epidemiologie des benignen Prostatasyndroms gaben 29,3 % der Männer zwischen 50 und 80 Jahren eine moderate bis schwere Symptomatik an, sodass in Deutschland etwa 5 Millionen Männer behandlungsbedürftige Symptome haben (9). Die Veränderung der Symptomatik bei unbehandelten Männern im Verlauf von 4 Jahren wurde untersucht (11). Im ersten Jahr besserten sich die Symptome bei 20 % der Männer, während im vierten Jahr nur noch 3 % von einer Besserung berichteten. Demgegenüber gaben 14 % der Männer eine Verschlechterung ihrer Symptomatik nach 1 Jahr und 31 % nach 4 Jahren an.
Die Symptomatik und deren unterschiedliche Ausprägung geben keine Hinweise auf die zugrunde liegende Krankheit (12). Symptome des unteren Harntraktes tauchen mit annähernd gleicher Prävalenz bei Männern und Frauen einer Altersgruppe auf. Ursächlich für Symptome des unteren Harntraktes im höheren Lebensalter sind neben der BPH auch altersbedingte Veränderungen des Detrusors sowie degenerative, metabolische und neurogene Prozesse im menschlichen Körper. Besonders Läsionen des ZNS (zum Beispiel zerebrale Durchblutungsstörungen oder Morbus Parkinson) führen häufig zur Detrusorüberaktivität, die sich klinisch als gehäufte Miktion (Pollakisurie, Nykturie), Harndrang oder Harninkontinenz äußert. Die durch diese Krankheiten verursachten Symptome des unteren Harntraktes sind nicht von denen eines Mannes mit BPH zu unterscheiden. Die vermeidlich BPH-typischen Symptome Harnstrahlabschwächung, verlängerte Miktion und Restharnbildung können auch durch eine verminderte Detrusorkontraktilität verursacht werden, die bei 25 bis 31 % der Männer mit vermuteter Blasenauslassobstruktion als Ursache der Symptomatik nachgewiesen wurde (13). Da Symptome des unteren Harntraktes geschlechts- und krankheitsunspezifisch sind, sollte daher der Begriff „Prostatismus“ nicht mehr benutzt werden.

Blasenauslassobstruktion
Die Einengung der prostatischen Harnröhre durch die vergrößerte Transitionalzone ist die pathophysiologische Grundlage der Blasenauslassobstruktion. Urodynamische Untersuchungen zeigten, dass nur etwa 60 % der symptomatischen Männer auch wirklich eine Blasenauslassobstruktion haben (14). Bei asymptomatischen Männern wurde demgegenüber eine Blasenauslassobstruktion bei etwa 52 % nachgewiesen, sodass symptomatische und asymptomatische Männer mit BPH eine annähernd gleich große Wahrscheinlichkeit für eine Blasenauslassobstruktion aufweisen. Untersuchungen zur Situation in Deutschland ergaben, dass etwa 2,1 Millionen Männer über 50 Jahre eine Blasenauslassobstruktion haben (9).
Die mechanische Obstruktion der Harnröhre kann zu Veränderungen der Harnblasenwand und -funktion führen. Infolge der Blasenauslassobstruktion verdickt sich der Detrusor und verändert sich feinstrukturell. Mikroskopische Untersuchungen der Blasenwand bei Männern mit Blasenauslassobstruktion zeigen eine Muskelzellhypertrophie sowie Infiltration von Bindegewebe zwischen Muskelzellen und Muskelzellbündeln (15). Alle Veränderungen der Blasenwand sind prinzipiell reversibel, wenn die Behandlung der Blasenauslassobstruktion im Frühstadium erfolgt. Die Blasenwandverdickung ist nach transurethraler Resektion der Prostata innerhalb von 4 bis 12 Wochen bei mehr als 88 % der behandelten Patienten nicht mehr nachweisbar (16).
Viele morphologische und funktionelle Veränderungen des Harntraktes sind wahrscheinlich direkt oder indirekt auf die Blasenauslassobstruktion zurückzuführen (17). Die folgenden Veränderungen werden überproportional häufig bei Patienten mit BPH gefunden (Angaben als prozentualer Teil aller BPH-Patienten) und sind bei adäquater urologischer Behandlung
reversibel:
- Blasentrabekulierung (33 %) durch Ablagerung kollagener und elastischer Fibrillen in der Blasenwand
- vesiko-ureteraler Reflux (14 %)
- erhöhte Kreatininkonzentration im Serum (14 % der symptomatischen und 2 % der asymptomatischen BPH-Patienten). Bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung besteht eine etwa zweifach erhöhte perioperative Morbidität und etwa sechsfach erhöhte Mortalität (18).
- beidseitige Hydronephrose (7 %) (Abbildung). Ob sich jedoch in der Folge einer Dilatation des oberen Harntraktes eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz entwickelt, ist aufgrund fehlender Daten unbehandelter Patienten unbekannt.
- Makrohämaturie (5 %)
- Blasendivertikel (3,3 %)
- Blasensteine (3 %)
- Harnverhalt (Inzidenz etwa 1 bis 2 % pro Jahr). Die genaue Genese ist ungeklärt, der Harnverhalt ist jedoch abhängig von der Stärke und Ausprägung der Symptome des unteren Harntraktes, Blasenauslassobstruktion, Lebensalter, Prostatavergrößerung und Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Serum (11, 19). Da nur wenige Patienten mit Blasenauslassobstruktion einen Harnverhalt entwickeln, werden zusätzliche Faktoren bei der Entstehung vermutet.
Restharn kommt zwar häufig vor, allerdings besteht kein sicherer Zusammenhang zwischen Blasenauslassobstruktion und Restharnmenge. Etwa 30 % der Männer mit Restharn haben keine Blasenauslassobstruktion und 24 % der Männer mit Blasenauslassobstruktion haben keinen Restharn (20). Harnwegsinfektionen treten bei circa 20 % der Patienten auf, ohne dass eine sichere Korrelation mit Restharn oder Restharnmenge nachgewiesen wurde (21). Die klinischen Aspekte des benignen Prostatasyndroms sind im Kasten 2 zusammengefasst.
Diagnostik des benignen Prostatasyndroms
Die meisten Männer mit BPH geben beim Arzt Symptome des unteren Harntraktes an. Es sollte geklärt werden, ob die Symptomatik wirklich durch eine BPH oder durch eine andere Erkrankung verursacht wird. Weiterhin sollte geklärt werden, in welchem Verhältnis Symptomatik, Prostatavergrößerung und Blasenauslassobstruktion stehen. Die Diagnostik des benignen Prostatasyndroms sollte sich nach den Leitlinien der Deutschen Urologen richten (1). Bei der Abklärung werden obligate und fakultative Untersuchungen unterschieden. Fakultative Untersuchungen erfolgen, wenn nach der Basisabklärung weiterhin Unklarheiten hinsichtlich der Diagnose bestehen oder Zusatzuntersuchungen für die Auswahl eines Therapieverfahrens notwendig sind.

Obligate Untersuchungen
Anamnese: Neben einer allgemeinen und neurourologischen Anamnese sollte eine detaillierte Miktionsanamnese erhoben werden. Bei der Miktionsanamnese werden die obstruktiven und irritativen Symptome erfragt und gegebenenfalls quantifiziert (Tabelle 1). Die Anamnese sollte auch klären, ob Medikamente eingenommen werden, die Auswirkungen auf die Funktion des unteren Harntraktes haben. Anticholinergika, Antidepressiva, Antiparkinsonmittel und Calciumkanalantagonisten können eine Detrusorhypokontraktilität mit Restharnbildung oder Harnverhalt verursachen. Demgegenüber steigern Parasympathomimetika die Kontraktilität des Detrusors und können eine Dranginkontinenz auslösen oder verstärken. a-Rezeptorenblocker, Muskelrelaxanzien oder hydrierte Mutterkornalkaloide können über die Verminderung des urethralen Widerstandes eine Harninkontinenz, a-Sympathomimetika oder Antidepressiva über eine Erhöhung des urethralen Widerstandes Restharnbildung oder einen Harnverhalt auslösen. Diuretika führen zur gesteigerten Diurese und können eine Nykturie oder eine Dranginkontinenz verstärken. Alkohol kann über Relaxation des Detrusors einen Harnverhalt verursachen.
Symptom- und Lebensqualitätsfragebögen: Mittels Fragebögen lassen sich Häufigkeit und Ausmaß der Symptome quantifizieren sowie Veränderungen während einer Therapie dokumentieren. Der internationale Prostata-Symptomenscore (IPSS) ist der am häufigsten verwendete Fragebogen (Tabelle 2). Die ersten 7 Fragen erfassen die Häufigkeit von Symptomen des unteren Harntraktes innerhalb der letzten 4 Wochen, die achte Frage die mit der Symptomatik einhergehende Lebensqualitätseinschränkung. Die Symptomsumme wird durch Addition der Antworten 1 bis 7 gebildet, sodass eine Summe
zwischen 0 und 35 erreicht werden kann. Anhand des Resultates wird die Symptomatik als mild (IPSS-Summe 0 bis 7), moderat (IPSS-Summe 8 bis 19) oder schwer (IPSS-Summe 20 bis 35) eingestuft.
Körperliche Untersuchung: Neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung sollte ein orientierender neuro-urologischer Status erhoben werden, der Informationen über den Analsphinktertonus sowie ei-
nen motorischen und sensorischen Zustand der unteren Extremitäten, des Dammes und Genitales gibt. Bei der neurologischen Basisuntersuchung sollten auch die Reflexbahnen der unteren Extremitäten überprüft werden (Tabelle 3), um hiermit Rückschlüsse auf die Funktionstüchtigkeit der Nervenbahnen der Blase und des Blasensphinkters zu erhalten (sympathische Innervation Th11 bis L2, parasympathische und somatische Innervation S2 bis S4). Bei der digitorektalen Untersuchung wird die Prostata hinsichtlich Größe, Dolenz und Konsistenz beurteilt. Im Vergleich mit dem transrektalen Ultraschall wird mit der digitorektalen Palpation das Prostatavolumen um etwa 10 bis 20 % zu gering geschätzt. Die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom bei tatsächlichen und vermeintlichen BPH-Patienten beträgt 4,5 bis 16 % (22).
Laboruntersuchungen: Bei allen Patienten sollten Kreatinin- und PSA-Konzentrationen im Serum bestimmt sowie eine Urinanalyse veranlasst werden. Bei erhöhter Kreatininkonzentration sollte eine weiterführende Diagnostik des oberen Harntraktes erfolgen, um eine postrenale Ursache auszuschließen. Die PSA-Bestimmung dient der Abschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms sowie der Beurteilung des Progressionsrisikos (erhöhte Wahrscheinlichkeit einer symptomatischen Progression oder eines Harnverhaltes bei PSA > 1,6 µg/L) (23). Eine erhöhte PSA-Konzentration (> 4 µg/L) kann auch durch akuten Harnverhalt, akute Prostatitis, Prostatainfarkte sowie Manipulationen an der Prostata hervorgerufen werden. Demgegenüber führen 5a-Reduktasehemmer nach einer Therapiedauer von 6 bis 12 Monaten zur Halbierung der PSA-Konzentration im Serum. Etwa 20 % der Patienten mit einem Prostatakarzinom weisen jedoch keine PSA-Erhöhung (< 4 µg/L) auf, sodass in diesen Fällen nur die transrektale Palpation der Prostata oder wiederholte PSA-Bestimmungen (PSA-Velocity) Hinweise auf das Karzinom geben können. Die Untersuchung des Urins dient dem Ausschluss eines Harnwegsinfektes und einer Hämaturie. Diese Urinveränderungen können bei BPH vorkommen, können aber auch auf andere Erkrankungen im Harntrakt hindeuten, zum Beispiel auf einen Blasentumor oder auf Blasensteine.
Uroflowmetrie: Die Harnstrahlmessung kann bei Patienten mit Blasenauslassobstruktion eine Verminderung des maximalen und mittleren Harnflusses sowie eine Verlängerung der Flussanstiegszeit und der Flusszeit dokumentieren. Zur Beurteilung der Uroflowmetrie ist ein Miktionsvolumen von ≥150 mL und bei Verminderung des Harnflusses mindestens eine Wiederholungsuntersuchung zu empfehlen. Neben dem maximalen Harnfluss als bedeutsamstem Einzelwert liefert der Kurvenverlauf wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Blasenentleerungsstörung und den Effekt einer Therapie. Ein maximaler Harnfluss < 15 mL/s deutet auf eine Harnabflussstörung hin, die zum Beispiel auch durch eine verminderte Detrusorkontraktilität verursacht sein könnte. Lediglich ein maximaler Harnfluss ≥ 15 mL/s deutet auf eine ungestörte Blasenentleerung hin, sodass die Uroflowmetrie zum Screening bei Patienten mit Symptomen des unteren Harntraktes eingesetzt werden kann.
Restharn: Die Restharnmessung wird üblicherweise mittels Sonografie durchgeführt, kann aber alternativ auch mit einem Einmalkatheter erfolgen. In der klinischen Routine werden Restharnmengen > 50 mL als signifikant erachtet. Restharnbildung kann bei Blasenauslassobstruktion bei BPH, aber auch bei anderen Formen der Blasenauslassobstruktion (zum Beispiel Harnröhrenstriktur, Meatusstenose) oder Detrusorhypokontraktilität vorkommen. Mit der Restharnmessung kann die Blasenentleerung global beurteilt werden. Für die Annahme, dass Patienten mit Restharn auch später einen Harnverhalt entwickeln, existieren keine Daten.
Uro-Sonografie: Bei jedem Patienten sollten Nieren und Blase untersucht werden. Da eine Erhöhung der Kreatininkonzentration im Serum erst nach Ausfall von etwa der Hälfte aller Nephrone entsteht, kann mit der sonografischen Untersuchung der Nieren eine Dilatation des Hohlsystems auch ohne Kreatininerhöhung diagnostiziert werden. Bei der Sonografie von Nieren und Blase können auch Steine, Divertikel oder Tumoren im Harntrakt erkannt werden. Da infolge der Blasenauslassobstruktion eine kompensatorische Hypertrophie des Detrusors entsteht, kann die sonografische Messung der Detrusordicke bei mindestens 250 mL Blasenfüllung als zusätzlicher Parameter zur Beurteilung des Obstruktionsgrades herangezogen werden. Eine Detrusordicke ≥ 2 mm deutet mit 95-prozentiger Sicherheit auf eine Blasenauslassobstruktion hin (24).
Fakultative Untersuchungen
TRUS: Durch die transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS) kann das Prostatavolumen genauer ermittelt werden als durch die transabdominale Volumetrie; zwischen den Methoden bestehen Abweichungen von bis zu 10 %. Nur durch TRUS ist die Visualisierung und Beurteilung der zonalen Anatomie der Prostata möglich.
Miktionsprotokoll: In einem Protokoll werden 2 bis 3 Tage lang jede Miktion mit Uhrzeit und das jeweilige Miktionsvolumen eingetragen. Mit dem Protokoll wird die Zahl der Miktionen am Tag und in der Nacht, das Miktionsvolumen sowie die Trinkmenge objektiviert. Es können so eine Pollakisurie, Nykturie, Polydipsie oder eine nächtliche Polyurie objektiv erfasst und während einer Therapie kontrolliert werden.
Urodynamische Untersuchungen: Sie sollten dann eingesetzt werden, wenn die Standarddiagnostik den Obstruktionsgrad nicht zuverlässig klären konnte. Mit der simultanen Messung des Harnflusses und Blaseninnendruckes kann eine Differenzierung von Patienten mit abgeschwächtem Harnstrahl infolge einer Blasenauslassobstruktion oder Detrusorhypokontraktilität erfolgen (25). Die Möglichkeit zur Unterscheidung zwischen schwachem Detrusor und/oder Obstruktion macht diese Untersuchung vor allem bei Patienten sinnvoll, die eine neurologische Begleiterkrankung (zum Beispiel Schlaganfall, M. Parkinson oder Bandscheibenvorfall) oder einen Diabetes mellitus oder eine diabetische Neuropathie haben.
Ausscheidungsurografie: Diese weiterführende Diagnostik ist indiziert bei einer Hämaturie, rezidivierenden Harnwegsinfektionen, einer Harnsteingenese, vorangegangenen Operationen am Harntrakt oder einem pathologischen Sonografiebefund. In gleicher Weise sollten die Urethro-Zystoskopie und Urethro-Zystografie auf spezielle Fragestellungen beschränkt bleiben, zum Beispiel bei Blasentumoren oder Harnröhrenstriktur.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 22. 6. 2006, revidierte Fassung angenommen: 18. 10. 2006


Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Matthias Oelke
Urologische Klinik, Academisch Medisch Centrum
Universität von Amsterdam, Meibergdreef 9
1105 AZ Amsterdam, Niederlande
E-Mail: m.oelke@amc.uva.nl


The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt.de/english
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Abbildung 1
Abbildung: Harnstauungsnieren beidseits bei Prostatavergrößerung und urodynamisch nachgewiesener Blasenauslassobstruktion. Ausscheidungsurografie eines Patienten mit kompensierter Niereninsuffizienz (Serum-Kreatinin 155 μmol/L), aber ohne Symptome des unteren Harntraktes.
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