ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2007Christian Schneider: Für sichere Arzneimittel in Europa

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Christian Schneider: Für sichere Arzneimittel in Europa

Dtsch Arztebl 2007; 104(33): A-2290 / B-2030 / C-1962

Hibbeler, Birgit

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Christian Schneider Foto: PEI
Christian Schneider
Foto: PEI
Dass die Wirkung von Arzneimitteln offenbar nicht immer vorhersehbar ist, zeigte sich in dramatischer Weise bei einer Phase-I-Studie im vergangenen Jahr in London. Nach Gabe des monoklonalen Antikörpers TGN1412 erkrankten die Probanden schwerwiegend; fast hätten sie das Experiment mit dem Leben bezahlt.
Dr. med. Christian Schneider (35), Leiter der Abteilung EU-Kooperation/Mikrobiologie des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), ist Spezialist für biologische Arzneimittel und war an der Aufarbeitung der Lehren aus der desaströsen klinischen Studie maßgeblich beteiligt. Nun wurde Schneider in den Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur EMEA gewählt. Dort vertritt er den Bereich „Qualität und Sicherheit biomedizinischer Arzneimittel einschließlich neuartiger Therapien“. Die neue Herausforderung hat Schneider gern angenommen. Er freue sich darauf, seine eigene Kompetenz und den Sachverstand des PEI auf europäischer Ebene einzubringen, sagte er nach der Wahl.
Das CHMP ist das zentrale Beratungsgremium für die Bewertung von Arzneimitteln. Aufgrund seiner Beurteilung spricht die Europäische Kommission eine Zulassung für den europäischen Markt aus oder lehnt sie ab. Die Mitgliedstaaten besetzen den Ausschuss mit jeweils einem Vertreter. Darüber hinaus kann das Gremium durch Hinzuwahl weiterer Mitglieder ergänzt werden – wie im Fall Schneiders. Birgit Hibbeler
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