ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2007Ambulante Pflege: Union will Versorgungslücken schließen

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Ambulante Pflege: Union will Versorgungslücken schließen

Dtsch Arztebl 2007; 104(34-35): A-2308 / B-2044 / C-1976

Rabbata, Samir

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Foto: Photothek.net
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Für die Einführung staatlich bezuschusster Pflegehelfer in der ambulanten Altenpflege haben sich Unionspolitiker ausgesprochen. Diese sogenannten Pflegeassistenten würden vor allem von altersverwirrten Menschen dringend benötigt, sagte CDU-Familienexpertin Elisabeth Winkelmeier-Becker. Demenzkranke seien neben der Fachpflege auch auf Haushaltshilfen und Unterstützung in der Hygiene angewiesen. Die Pflegeassistenz verhindere eine frühzeitige Abschiebung der Pflegebedürftigen in die teure stationäre Betreuung, ergänzte Uwe Schummer (CDU), Mitglied des Bildungsausschusses des Bundestags.
Nach den Vorstellungen der CDU-Politiker soll die Pflegeassistenz aus dem Qualifizierungs- und dem Kommunalkombilohn mitfinanziert werden. Beim Qualifizierungskombilohn wird ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent des Bruttolohns für die Einstellung und berufliche Qualifizierung junger Menschen gewährt. Mit dem Kommunalkombilohn sollen in Kreisen mit besonders hoher Arbeitslosigkeit neue Stellen gefördert werden.
Das Aufgabenfeld des Pflegeassistenten ist nicht gleichwertig mit dem des Altenpflegers. So sollen die Pflegeassistenten unter anderem die Wohnung reinigen, Essen reichen und beim Ankleiden behilflich sein. Die Nachfrage werde aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen, prognostizierte Winkelmeier-Becker. Es sei daher dringend notwendig, Ordnung in den bislang ungeordneten Markt ambulanter Altenhelfer aus dem In- und Ausland zu bringen. SR
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